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Was ein Tier zahm macht

in Wissenschaft in Bezug auf Hörnchen 06.04.2012 17:25
von streififreunde | 1.728 Beiträge

Hallo

Birgit hat mich auf folgenden interessanten Link aufmerksam gemacht (Danke Birgit!)

Es geht wiederum um die alte Frage, ob Verhalten genetisch veranlagt oder gelernt ist (Anlage- Umwelt Kontroverse). Doch bei diesem Artikel scheinen die Forscher bereits einen Schritt weiter zu sein, als beim Artikel "Rolle der Gene bei der Domestizierung". Nun scheinen die Forscher bestimmte Regionen im tierischen Erbgut entdeckt zu haben, die für Zahmheit verantwortlich sind.

Hier der entsprechende Artikel:

Was ein Tier zahm macht

Jahrhundertelang haben Menschen wilde Tiere gezähmt und dienstbar gemacht. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, wo im Erbgut die Entscheidung darüber fällt, ob ein Tier gut mit Menschen auskommt.

Hamburg - Wölfe, Pferde, Katzen, Greifvögel und sogar Elefanten: Menschen haben zahlreiche wilde Tiere zu sich geholt und gezähmt - oft zu beiderseitigem Nutzen. Nicht selten aber waren Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte der Zucht notwendig, ehe sich die einst wilden Geschöpfe auf den Menschen einließen.

etzt haben deutsche, russische und schwedische Forscher nach eigenen Angaben die Regionen im tierischen Erbgut entdeckt, die für Zahmheit verantwortlich sind. Im Fachblatt "Genetics" schreibt das Team um Frank Albert vom Leipziger Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, dass Züchter und Zoologen dank der neuen Erkenntnisse nun besser verstehen könnten, was ein Tier umgänglich macht.

Die Studie geht bis ins Jahr 1972 zurück, als Forscher im sibirischen Nowosibirsk eine große Anzahl Ratten gefangen haben. Im Labor teilten sie die Tiere in zwei Gruppen auf: In der ersten befanden sich diejenigen, die auf Menschen recht freundlich reagierten, in der zweiten die aggressiveren Exemplare.

Über mehr als 60 Generationen konnten sich die Ratten innerhalb der Gruppen vermehren - und mit der Zeit haben sich deutliche Unterschiede im Verhalten entwickelt. Die zahmen Nager haben nichts dagegen, von Menschen berührt oder gar in die Hand genommen zu werden. Die Artgenossen in der anderen Gruppe sind dagegen ziemlich kratzbürstig: Nähert sich ein Mensch, suchen sie das weite, kreischen oder beißen zu.

Für die aktuelle Studie kreuzten die Wissenschaftler die freundlichen mit den frechen Ratten und kontrollierten 45 Charakteristika wie Zahmheit und Aggression, Zeichen von Angst, Organgewichte oder Bestandteile des Blutserums. Am Ende konnten die Forscher zwei Regionen im Genom identifizieren, die offensichtlich für die Verhaltensunterschiede verantwortlich sind. Mit ihrer Hilfe sollen später die einzelnen Gene dingfest gemacht werden, die für Zahmheit verantwortlich sind - "bei Ratten und möglicherweise auch generell bei Haustieren", so die Forscher.

"Ich hoffe, dass unsere Studie am Ende zu einem detaillierten Verständnis der Biologie der Zahmheit führen wird", sagte der Leipziger Wissenschaftler Albert. "Vielleicht können wir dann auch einige der Spezies domestizieren, bei denen das bisher nicht gelungen ist - etwa den Afrikanischen Büffel."

mbe

Gefunden auf: was ein Tier zahm macht


Liebe Grüsse
Layla


burunduk@gmx.ch
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zuletzt bearbeitet 06.04.2012 18:11 | nach oben springen





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