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KRANKHEITEN und VERLETZUNGEN

in Krankheiten, Verletzungen & Gefahren 26.04.2012 00:30
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Liebe Hörnchenfreunde!

Ich freue mich sehr, dass sich immer mehr Halter von chin. Baumstreifenhörnchen bei uns registrieren. Viele möchten sich einfach informieren, Erfahrungen austauschen, manche jedoch benötigen dringend Hilfe weil ihr Hörnchen erkrankt ist.

Aus diesem Grund habe ich mich hingesetzt und Informationen betreffend Krankheiten und Verletzungen gesammelt, die bei unseren chin. Baumstreifenhörnchen manchmal auftreten können. Diese stammen zum Teil aus meinen eigenen Erfahrungen, Austausch mit Haltern und einschlägigen Nachschlagewerken. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass ich kein Tierarzt bin und diese Informationen auch keine tierärzliche Diagnose ersetzen sie sollen nur dazu dienen, schnell genug zu reagieren um den Tierarzt noch rechtzeitig aufsuchen zu können. -

Genau dieses rechtzeitig reagieren ist bei unseren chin. Baumstreifenhörnchen meistens sehr schwer. Da sie noch so wunderbar naturbezogen sind, versuchen sie auch so lange wie nur möglich ihre Beschwerden zu verbergen - daher ist gutes, tägliches Beobachten der Tiere unumgänglich.

Unsere kleinen chin. Baumstreifenhörnchen sind eigentlich robuste Wildtiere. Da wir sie in unsere Obhut genommen haben, sind wir auch für die Gesundheit der Hörnchen verantwortlich. Dazu gehört der tägliche Gesundheitscheck aber auch schon vor der Anschaffung der chin. Baumstreifenhörnchen einen hörnchenerfahrenen Tierarzt (meist mit Exotenausbildung) ausfindig zu machen.
Auch die Urlaubsbetreuung sollte auf schnelles Handeln sensibilisiert werden - die Arztadresse und Telefonnummer liegt hoffentlich sichtbar bereit.

Durch ihre sehr lebendige, schnelle Art kann man die chin. Baumstreifenhörnchen allerdings in der Regel nicht gut greifen oder halten um den Gesundheitscheck durchzuführen. Am leichtesten geht dies, wenn am Morgen das Futter gebracht wird - sind die Hörnchen so lebendig und interessiert wie immer?


Auf was achte ich beim täglichen Gesundheits-Check?

- Sind alle Tiere wohlauf?
- Wie sehen die Augen aus?
- Wie sind die Bewegungen der Tiere?
- Wie sieht das Fell der Tiere aus?
- Fressen die Tiere normal?



Zusätzlich möchte ich sie noch auf folgendes aufmerksam machen:
-Kastration


- Sind alle Tiere wohlauf?


Das geht am leichtesten wenn das Futter gebracht wird. Meistens werden die Tiere ihren Futterlieferanten schon aufgeregt erwarten. Sollte einmal ein Tier fehlen, keine Panik – einfach öfters nachsehen und immer wieder zählen. Bei zwei oder drei Tieren ist das recht einfach, bei einer größeren Gruppe kann das ganz schön dauern, bis man sich sicher ist richtig gezählt zu haben.
Sollte sich aber ein Hörnchen einige Stunden nicht blicken lassen, dann wäre es sicher gut nachzusehen, im günstigsten Fall wird es einfach empört schauen, weil es geweckt wurde.


- Wie sehen die Augen aus?


An den Augen kann am schnellsten erkannt werden, ob es dem Tier gut geht. Diese müssen klar, schwarz und ein wenig glänzend aussehen und interessiert in der Gegend umhersehen.


Sollte ein Tier die Augen ständig zusammenkneifen [/orange](außer wenn es nur ruht!), die Augen eventuellauch schon einen trüberen bzw. „durchsichtig“ braunen Farbton annehmen, muss das Tier ganz genau beobachten und schnell reagiert werden. In diesem Fall wird das Hörnchen auch zusammengekauert und ziemlich anteilslos an einem sicheren oder warmen Ort liegen. Das Fell hat es meistens etwas aufgeplustert. Dies deutet meist auf Schmerzen hin!
Was fällt noch auf, entlastet es eventuell ein Beinchen – zieht es dieses ins Fell hinein? Ist es orientierungslos und „abwesend“, verweigert es die Nahrungsaufnahme, duldet es die Kollegen? ……………
Bitte nicht warten und holen sie sich Rat vom Tierarzt ein! Dieser wird ihr Hörnchen untersuchen, vielleicht sogar röntgenum die Ursache herauszufinden. Von Vorteil wäre auch, wenn einige frische Köttel mitgebracht werden würden, die auf Würmer untersucht werden können.


Wenn das Tier Zugluft ausgesetzt war (Wind in der Außenvoliere hat damit nichts zu tun) könnte es sein, dass sich das Tier eine Augenentzündung geholt hat. Dies zeigt sich durch verklebte oder gar verkrustete oder vereiterte Augenränder. Der Tierarzt wird ein Medikament (Tropfen oder Salbe) mitgeben, mit welchem einige Tage die Augen behandelt werden müssen.



Hat das Tier Blut beim Auge kleben müssen sie unbedingt genau untersuchen ob es sich um eine Bisswunde oder einen Kratzer handelt. Falls die Stelle eine Entzündung bzw. eine klaffende Wunde aufweist bitte den Tierarzt konsultieren.



- Wie sind die Bewegungen der Tiere?


Ab und zu kann es vorkommen, dass sich ein Hörnchen bei einem Sprung doch ein Beinchen verstaucht. Ebenso kann ein zu sehr drängendes Männchen schon mal in die Pfote gezwickt werden. Solange es nur versucht das Beinchen zu entlasten, sonst aber mit allen 4 Beinchen läuft, aber wenn es ruht z.B. das Vorderpfötchen in sein Brustfell zieht, sollte das Tierchen erstmal gut beobachtet werden. Denn eigentlich haben die Hörnchen einen erstaunlich schnellen Heilungsprozess, Meist wird nach einigen Tagen wieder alles in Ordnung sein. Allerdings tun sie sich meistens am Volierengitter schwer zu klettern, hier kann es passieren, dass es wieder hängenbleibt und das Beinchen wieder schmerzt. Unterstützend könnte man in Wasser angerührte Bachblüten-Rescue-Tropfen verabreichen. (aus der Apotheke) Einen Tropfen auf den Finger oder eine halbierte Weintraube, gleich ist der Tropfen abgeleckt.
Ganz wichtig ist jedoch, dass das Hörnchen trotzdem Nahrung und Wasser zu sich nimmt. Verweigert es die Nahrungsaufnahme und verkriecht sich die ganze Zeit, sollte es einem Tierarzt vorgestellt werden.



Selten aber doch kann es auch zu einem Beinbruchkommen. Wenn das Beinchen nicht gerade „komisch wegsteht“ ist es gar nicht so einfach zu erkennen. Sollte also das Hörnchen fast nur in Ruhestellung sein (sich eventuell verkriechen) und das Beinchen gar nicht belasten müssen sie es unbedingt ganz genau beobachten. Schauen sie auch die Augen an – denn die spiegeln wieder ob das Tier Schmerzen hat. Besuchen sie den Tierarzt, dieser kann durch abtasten bzw. durch ein Röntgen sehen, ob das Beinchen gebrochen ist. Wenn das Röntgenbild vorliegt, kann entschieden werden, was unternommen werden soll. Im günstigsten Fall wird der Bruch von selbst heilen, unterstützend könnte TRAUMEEL (bitte Ampullen verschreiben lassen, da diese mit Wasser angerührt sind und das Tierchen nicht weiter belasten) gegeben werden. Bei komplizierteren Brüchen gäbe es auch die Möglichkeit einer Operation. Doch hier wäre abzuwiegen, ob sie das dem Tierchen wirklich zumuten möchten oder wäre es vielleicht sogar humaner das Tier zu erlösen. Der Tierarzt wird ihnen professionell und objektiv zur Seite stehen und sie dahingehend beraten. (extra TOPINFO-BEINBRUCH - extra TOPINFO - RÖNTGEN)



Ab und zu kann es passieren, dass ein Hörnchen mit den Krallen an etwas hängen bleibt und sich diese ausreißt, lassen sie das bitte vom Tierarzt ansehen. Wenn es sich ein „Zehe“ staucht / bricht, geht dies meist in wenigen Tagen vorüber. Jedoch kann es durchaus passieren, dass eine Zehe nicht mehr koordiniert verwendet werden kann. Meist wird es das Tier nicht stören (kontrollieren sie jedoch immer wieder den Krallenwuchs!) Sollte dies für das Tier sehr störend sein, lassen sie es bitte unbedingt vom Tierarzt ansehen bzw. amputieren. Es könnte durchaus vorkommen, dass sich das Tier selbst den „Fremdkörper“ entfernt.



Das Hörnchen sitzt völlig orientierungslos und wackelig am Boden, fällt beinahe um? In diesem Fall wird es sogar greifen und in die Transportkiste setzen lassen. Ab zum Tierarzt. Eventuell wird bei diesen Symptomen eine Gehirnerschütterung diagnostiziert. Diese könnte durch einen Sturz oder einen Schlag auf den Kopf entstanden sein (ist ein Ast hinuntergefallen?)
Wichtig ist nun, das Hörnchen nicht aus den Augen zu lassen, allerdings heißt das nicht, dass es nicht bei seinen Kollegen bleiben darf, es sollte nur nicht zum Klettern "verführt" werden. Wenn es dies als unangenehm empfindet, meldet es das schon den Partnern gegenüber.
Es kann so "durcheinander" sein, dass es total auf fressen und trinken vergisst, dabei benötigt das Tierchen Energie. Die volle Aufmerksamkeit wird beansprucht, damit das geliebte Tierchen nicht abmagert. Wenn sie das Hörnchen dazu bringen, dass es nicht körperlich schwach wird, legt sich diese Orientierungslosigkeit, fehlender Gleichgewichtssinn, eventuelle Lähmungen je nach Stärke der Gehirnerschütterung nach ein paar Tagen. (extra TOPINFO)



Bitte fangen oder heben sie ein Hörnchen niemals am Schwanz. Das Skelett ist sehr dünn und die Schwanzhaut reißt sehr leicht. Immer wieder kann es passieren, dass sich ein Hörnchen den Schwanz einklemmt und dabei die Spitze verliert. Wenn das Schwanzende nicht entzunden aussieht, ersparen sie dem Tier den Stress des Einfangens, wenn die Stelle allerdings immer wieder blutet oder eine Entzündung sichtbar wird – ab zum Tierarzt. Ein kürzerer Schwanz ist für das Streifenhörnchen gut verkraftbar und kein Hindernis für den Alltag.



Ist das Tier inaktiv, krümmt sich, rollt sich zusammen, ruht viel und sucht eventuell die Wärme? Man sieht ihm direkt an, dass es Schmerzen haben muss. Ab und zu streckt ihr Tierchen den Schwanz gerade weg und sie haben das Gefühl dass es „drückt“ und es kommt nichts? Auch Hörnchen können mal unter Verstopfung leiden. Was tun? Erste Initiative wäre Fencheltee anbieten vielleicht sogar mit ein wenig Honig gesüßt. Ebenso können Weintraube, Melone oder getrocknete Feigen in Wasser eingelegt und samt Wasser angeboten werden. Es wird notwendig sein das Tier zum Fressen „zu überreden“. Sollte sich das Problem nicht schnell erledigen suchen sie bitte den Tierarzt auf. Nehmen sie bitte auch Kotproben mit (auch wenn es von den anderen Tieren sein dürfte) denn Würmer können auch Verstopfung verursachen.



Dieselben Symptome – inaktiv, krümmt sich, Koliken – aber auch Erbrechen und Apathie könnten darauf hinweisen, dass sich ihr Hörnchen eine Vergiftung zugezogen hat. Handeln sie umgehend und suchen sie den Tierarzt bzw. Tierklinik auf – Eile ist geboten! Während dessen könnten sie überlegen, an was sich das Tierchen vergiftet haben könnte. In der Außenvoliere vielleicht durch Pflanzen oder Beeren, die man im guten Glauben mitgebracht hat? In der Innenhaltung gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten – Zimmerpflanzen, Putzmittel (auch durch schlecken an erst geputzten Flächen), angeknabberte Sachen die nicht zum Verzehr gedacht sind?
Eventuell könnte auch eine Medikamentenunverträglichkeit der Auslöser sein. Der Tierarzt wird über die Behandlung entscheiden.


- Wie sieht das Fell der Tiere aus?



Egal ob es das Sommer- oder Winterfell ist, es sollte gleichmäßig glänzen, gepflegt und seidig aussehen sowie keine haarlosen Stellen aufweisen.

Beim Fellwechsel selbst, kann es schon manchmal vorkommen, dass es weniger behaarte Körperteile gibt (eher bei Wohnungshaltung zu beobachten), doch das sollte innerhalb ein paar Tagen erledigt sein. Normalerweise verläuft der Fellwechsel gleichmäßig vom Kopf zum Popsch bzw. umgekehrt. Zur Zeit des Fellwechsels könnte das Hörnchen mit der Gabe von 1 Tropfen Grapefruitkonzentrat / Tag unterstützt werden - allerdings sollte dies durch vitaminreiches Nahrungsangebot eigentlich nicht notwendig sein.



Sieht das Fell gesträubt, struppig, „kraftlos“ und glanzlos aus, fehlt sogar an einigen Stellen das Fell und will nicht nachwachsen? .Da ist guter Rat teuer - es könnte mehrere Ursachen haben.
Hierbei könnte es sich auch um Vitaminmangel[/orange handeln. Normaler Weise sollte durch den Verzehr von Frischobst, Nüssen und Eiweiß kein Mangel entstehen. Mit Vitaminpräparaten sollte wirklich sehr umsichtig umgeganen werden, denn auch eine Überdosierung kann den chin. Baumstreifenhörnchen Schaden zufügen. Allerdings muss auch an [orange]Parasiten gedacht werden - also bitte unbedingt vom Tierarzt untersuchen lassen. Achtung! Bitte machen sie den Tierarzt darauf aufmerksam, dass die chin. Baumstreifenhörnchen gespritzte Präparate nur sehr schwer vertragen!



Bei Innenhaltung kommt es jedoch des öfteren zu Vitamin D-Mangel (Rachitis) . Unsere chin. Baumstreifenhörnchen dürften diesbezüglich sehr stark reagieren. Allerdings zeigen sich die Symptome ziemlich schleichend, Erste Anzeichen dürften die felllosen Stellen sein, die Tiere bleiben mit den Krallen an Seilen und Stoffen hängen, klettern nicht mehr gerne übers Gitter und die Zähne können weich werden und das Tier kann nicht mehr fressen. Der erste Schrit ist sofort eine UV-B-Lampe zu besorgen, denn dann können die Hörnchen das wichtige Vit. D bilden. Doch mit dem ist es nicht getan – je nach Stärke der Symptome steht eine lange „Behandlung“ bzw. „Nahrungsunterstützung“ bevor.


Um einem Vitamin-D-Mangel vorzubeugenmuss in Innenhaltung oder einer von Sonnenlicht abgeschirmten Außenhaltung eine UVB-Lampe installiert werden. Durch diese sonnenähnliche Strahlung baut der Körper das enorm wichtige Vitamin D auf. In Außenhaltung mit natürlicher Sonneneinstrahlung sollte diese Maßnahme nicht unbedingt notwendig sein. (TOPINFO: Trixi s Tagebuch über die Behandlung von Vitamin-D-Mangel)




Kratzt sich ihr Tier sehr viel, sind vielleicht sogar schon haarlose oder gar verkrustete Stellen zu sehen? Bitte unbedingt die Häuschen kontrollieren, gibt es Parasiten wie z.B. Flöhe zu sehen? Es gibt auch Hautmilben, Haarlinge und natürlich Pilzerkrankungen. Unbedingt denTierarzt kontaktieren und den weiteren Vorgang absprechen. Es könnte sein, dass eine Haar-Haut- sowie Kotprobe vorbeigebracht bzw. direkt das Tier vorstellig werden soll. (extra TOPINFO über Flöhe und dazugehörenden Wurmbefall)




Das Tier hat ein Ekzem?
Manchmal kann es vorkommen, dass sich die Tiere doch einmal beißen. Dies kann z.B. auch beim Paarungsakt vorkommen. Durch den Biss kann sich ein Ekzem bilden. Dieser Eiterherd wächst unter der Haut, dadurch ist er leider sehr schwer unter dem Fell zu erkennen. Sobald sie dies bemerken, zeigen sie es dem Tierarzt. Dieser kann es fachgerecht öffnen und desinfizieren. Meist heilt dies bald zu. Sollte das Ekzem aufgegangen sein, könnten sie die Wunde mit kollodialem Silber-Spray desinfiszieren. Das Problem an der Sache ist, dass sich das Hörnchen die Wundflüssigkeit (und Spray - dieser ist aber sehr gut verträglich) ablecken will, dadurch kann sich ein haarloser Kranz um die Wunde bilden. Sobald die Wunde abgetrocknet ist, wachsen die Haare wieder nach.

Ein Ekzem kann aber auch ein Hinweis auf einen Zahnfehler darstellen – der Tierarzt wird dies überprüfen.

Leider kann sich auch manchmal herausstellen, dass es sich um einen Tumor handelt – ihr Tierarzt wird sie über die weitere Vorgangsweise beraten.



Das Fell um den After ist verklebt?
Sie sollten unbedingt die Voliere absuchen, ob ihr Tier Durchfall hat! Zögern sie nicht, suchen sie sofort den Tierarzt auf – für unsere Wildtiere ist dies eine recht gefährliche Situation.



- Fressen die Tiere normal?



Ihre Tiere kommen hungrig und interessiert zum Futterschüsserl und fressen trotzdem nichts? Eventuell liegt es an einem einseitigem Nahrungsangebot. Wenn ihnen allerdings auffallen sollte, dass keine harten Nahrungsmittel geknabbert werden, allerdings Breifutter (probieren sie es aus – Babygläschen, zerdrückte Banane mit geriebenen Nüssen vermischt, …) verschlungen wird, wäre es an der Zeit, die Zähne ihres Hörnchens zu kontrollieren.

Bei den Nagezähnen geht es relativ einfach. Sie halten ein Holzstäbchen oder einen Löffelstiel mit Joghurt oder Honig an das Volierengitter. Die Tiere werden daran schlecken und meistens sind dabei auch die Zähne zu sehen. Sind sie vielleicht zu lange, sodass die harten Nüsse nicht mehr „gehalten“ und geknabbert werden können? Eventuell ist auch ein Zahn beschädigt.
Der Tierarzt kann ihnen Gewissheit geben – auch bei den Backenzähnen!

Falls die Nagezähne zu lange geworden sind, kann der Tierarzt sie kürzen. Es gibt eine spezielle Zange dafür. Wenn das Hörnchen relativ ruhig ist und sich gut halten lässt, ist es durchaus ohne Narkose möglich. Wildfänge die sich ordentlich wehren wollen, müssen wohl kurz mit der Gasnarkose beruhigt werden. Doch nach einer Minute ist die Geschichte wieder erledigt.

Es gilt herauszufinden warum die Zähne zu lang geworden sind. Hat das Hörnchen eine Zahnfehlstellung? Diese könnte sich so auswirken, dass die oberen und unteren Zähne seitlich aneinander „vorbeifahren“. Somit kann das Tier nicht nagen. Ursache könnte schon von Geburt an sein oder dass sich das Hörnchen bei einem Sturz eine Kieferverletzung zugezogen hat. In diesem Fall wäre es sogar möglich, dass sich diese Fehlstellung wieder legt. Anderen Falls müssen sie ihr Hörnchen gut beobachten, wenn es wieder beginnt harte Nahrung zu meiden, ist wohl wieder eine Kürzung der Zähne von Nöten.
Eventuell gilt es auch die Nahrung umzustellen. Haselnüsse mit Schale, Pinienkerne mit Schale und getrocknete Beeren sind im Nahrungsangebot unbedingt anzubieten. Ebenso frische Äste, an denen sie knabbern können.

Ein zusätzlicher Zahnfehler könnte sein, dass der Zahnschmelz zu weich geworden ist oder die Zähne locker sind. Dies könnte durch einen Vit.D-Mangel ausgelöst worden sein. Es kann sogar sein, dass ein Zahn abbricht oder ausfällt. In diesem Fall müsste eine Kur angesetzt werden um den Vit.D-Haushalt aufzubauen.

Doch leider können auch Backenzähne der Hörnchen schadhaft sein, dies zeigt sich manchmal durch Ekzeme an den Wangen.



Jetzt gibt es noch ein Thema - die Kastration - da es sich hierbei um kein Krankheitsbild handelt, werde ich es als extra TOPINFO - KASTRATION behandeln.




Liebe Hörnchenfreunde!
Leider ist dieser Beitrag sehr, sehr lang geworden. Ich hoffe, dass ihr diese zusammengetragenen Informationen nie brauchen werdet. Wenn ich allerdings durch diese Auflistung nur einem einzigen Hörnchen helfen kann wieder gesund zu werden, dann hat sich das alles gelohnt.
Also wünsche ich euch alles Gute und viel Spaß mit euren chin. Baumstreifenhörnchen, haltet die Augen offen und beobachtet gut.
Eure Birgit


zuletzt bearbeitet 26.04.2012 16:44 | nach oben springen





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