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FLÖHE - als Wirte für WÜRMER

in Krankheiten, Verletzungen & Gefahren 26.04.2012 16:10
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Flöhe - Endoparasiten und Wurmwirte

Flöhe sind kein schönes Thema, jedoch jederzeit möglich, sogar in Innenhaltung. Hat eventuell ein weiteres Haustier diese mit in die Wohnung gebracht?
In der Außenhaltung ist dies leicht durch einen Besuch eines Igels entlang der Voliere möglich. Diese haben oft so viele der Quälgeister, dass diese abwandern.

Leider merkt man dies nicht ganz so schnell. Kratzensich die Hörnchen weil sie gerade im Fellwechsel sind? Wenn sie das Gefühl haben, dass sich ihre Tierchen öfters kratzen als sonst, sich zweitweise richtig schüttel, eventuell immer wenn sie aus ihrem Häuschen kommen, dann sofort nachsehen. Unsere Jungs betrieben sogar gegenseitige Fellpflege!

Eigentlich sind diese „Viecher“ fast nicht zu sehen, doch wenn sie sich schon mal vollgesaugt haben, kriechen kleine braun/rote Tierchen im Häuschen herum. Ich dachte auch immer, dass Flöhe nur springend unterwegs sind, nein, weit gefehlt.

Gefahr erkannt, schnell gerannt. Die Tiere benötigen erstmal vom Tierarzt ein Spot-on. Bitte nichts spritzen lassen, dies ist für die Wildtiere zu stark! In unserem Fall hat die Tierärztin IVOMEC NUR 1Tropfen pro Tier in den Nacken verordnet. STRONGHOLD wird auch gut vertragen - lt. meiner Tierärztin ist es mit den selben Inhaltsstoffen wie IVOMEC gemacht, STRONGHOLD ist nur teurer.Das Mittel ist ein öliges Präparat. Dadurch ist es sehr gut sichtbar, ob das Tier schon behandelt wurde.Vorteilhaft wäre, wenn sie jedes Tier für 1-2 Stunden separieren könnten, damit sie sich das Mittel nicht ablecken können.

Die Spot-on Gabe zieht durch die Haut ein, durch das Saugen von Blut gelangt das Gift in die Flöhe welche absterben. 10 Tage später muss dies nochmals wiederholt werden, um die nachgeschlüpften Flöhe zu erledigen.

Gleichzeitig geht die nervenaufreibende Arbeit für den Halter los. Die Voliere wird einer Generalreinigung unterzogen. Häuschenpolsterung, Bodenstreu und sogar mind.10 cm Erdreich entsorgen! Wenn sie die Hörnchen aus dem Bereich der Voliere bringen konnten, kann/sollte auch mit ARDAP Insektenvernichtungsspray ausgesprüht werden. Angeblich ist der Sprühnebel für die Säugetiere nicht giftig, aber riskieren sollte man es nicht. Dazu gehört auch, dass jegliches Futter, das mit dem Feinnebel in Berührung kam, entfernt werden muss! Alles gut trocknen und auslüften lassen, bevor die Hörnchen wieder in ein neu eingestreutes und ausgepolstertes Heim einziehen können. Einige Sachen wurden von mir sogar zusätzlich mit einer Heizluftpistole bearbeitet, damit sich wirklich kein Tierchen verstecken konnte. Es wäre auch möglich einige Sachen im Backofen bei ca. 80° eine halbe Stunde zu erhitzen. Bitte bleiben sie dabei und beobachten sie damit nichts zu brennen beginnen kann. Wenn sie die Hörnchen in einem Zimmer frei laufen ließen, bleibt es ihnen leider nicht erspart, auch die Polstermöbel, … zu bearbeiten.

Abgesehen vom enormen Arbeitsaufwand für den Halter, gibt es noch einen unguten Nebeneffekt für die Hörnchen. Flöhe übertragen beim Blutsaugen Wurmeier, die sich im Darm der Hörnchen entwickeln und bei Nichtbeachtung bis zum Tod des Streifenhörnchens führen können.

Meist kann man diese Gefahr nicht erkennen, doch manchmal kann sogar ein Hörnchen beobachtet werden, wie es mit dem Popsch über den Ast schleift (so wie manchmal Hunde). Mit dem Spot-on IVOMEC konnten diese bekämpft werden. Das Mittel bewirkt, dass die Würmer erlahmen und so absterben bzw. die Darmwand auslassen und so ausgeschieden werden können. In den Kötteln der Hörnchen können kleine weiße Teilchen der Würmer oder sogar der ganze Wurm ausgeschieden werden. .

Nach ca. 3-4 Wochen nach der 2. Behandlung mit dem Spot-on bringen sie bitte eine Kotprobe zum Tierarzt, der diese auf Wurmeier untersuchen wird.Hierbei packen sie bitte einige relativ frische Köttel, so dass von den verschiedenen Tieren etwas dabei sein kann, in eine Plastikfolie und bringen sie diese umgehend zum Tierarzt. Danach können sie gleich wieder nach Hause gehen. Der Tierarzt löst die Köttel in einer Flüssgkeit auf, die er dann untersucht. Gegebenen Falls werden sie einen Anruf mit der weiteren Vorgangsweise erhalten.


Leider wird das Thema Würmer (Endoparasiten) in Foren oder Homepages meist nicht angesprochen. Dabei bin ich überzeugt, dass viele der „ungeklärten“ Todesfälle diese Ursache haben. Denn die Möglichkeit zu Würmern zu kommen ist nicht nur durch Flöhe gegeben. Es gibt viele Arten dieser Plagegeister. Jeder Tierkörper enthält sogar eine geringe Anzahl von Würmern - Kokzidiose , die jedoch bei einem gesunden Immunsystem und streßfreier Haltung nicht überhand nehmen. Doch auch über verunreinigtes Heu, Bodenstreu oder auch Futter (wächst/wir sammeln ja auch in der freien Natur) kann es zur Verwurmung kommen. In der Außenvoliere ist dies auch durch Vogelkot möglich.

Das Tückische daran ist, dass man – außer durch eine Kotuntersuchung – meist nicht bemerkt dass die Tiere verwurmt sind (außer sie rutschen schon am Popo über die Äste). Erst dann, wenn es eigentlich schon (zu/sehr) spät ist und die Tiere offensichtlich krank wirken. Die Tiere bekommen deutliche Verdauungsstörungen, Verstopfung, Krämpfe, Appetitmangel und Abmagerung bis zu letztendlich Durchfall (wäßrig-schleimiger brauner bis rötlicher Durchfall). Bei Jungtieren kann es zu plötzlichem Tod kommen.

Daher habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, zum großen Frühjahrsputz der Vorliere auch eine Entwurmung vorzunehmen (bzw. zum Herbstbeginn – den Kot untersuchen zu lassen).


zuletzt bearbeitet 26.04.2012 16:13 | nach oben springen


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