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#16

RE: Herbstaggressionen? - Umfrage

in Umfragen 19.08.2010 10:13
von Ösi | 811 Beiträge

Hallo Micha!

Genauso sehe ich das auch! Das Problem liegt darin, dass die meisten Tierhalter den Fehler machen und glauben dass Tiere so denken wie wir!
Auch wenn Tiere noch so Klug sind, so denken sie eben nicht logisch, sondern sie Verknüpfen bestimmte Verhaltensweisen. Sie verknüpfen zb. Leckerlies und eine angenehme Stimme mit etwas positiven und Lärm oder ständige belästigungen, zb das beharrliche einfangen wollen mit etwas negativen. Wenn ich bei einem scheuen Tier ständig in den Käfig greife und es unbedingt berühren will so verknüpft das Tier das mit etwas Unangehmen. Leider denken viele Tierhalter da zu kompliziert und und sind der Meinung dass sich das Hörnchen ja irgendwann daran gewöhnt, aber es ist genau das Gegenteil der Fall, es ist unangenehm für das Tier und es verkriecht sich noch mehr! Lasse ich es jedoch in Ruhe und lege ihm ab und zu einen Leckerbissen hin und setze meine Stimme beruhigend ein, so wird das Tier irgendwann merken dass da nichts schlechtes kommt, sondern nur gutes und es verknüpft dieses Verhalten des Menschen mit etwas angenehmen (Leckerlies). Nach einer gewissen Zeit wird das Tier schon an deiner Stimme erkennen das da jetzt was gutes kommt und es wird sich dir immer mehr zuwenden!
Ich kenne mich mit Hörnchen weniger aus als viele andere, aber ich habe lange Jahre mit Hunden gearbeitet, da ist das nicht viel anders, es sind ja auch Tiere (sorry wenn ich schon wieder über Hunde schreibe)! Aber ein Beispiel möchte ich euch noch anführen damit das Verknüpfen verständlich wird. Wenn der Hund zb einem Hasen hinterher läuft und er auf mein Rufen auch nicht zurückkommt wird der Halter natürlich zornig und wenn dann der Hund irgendwann nach 20 oder 30 maligen Rufen doch zurückkommt so schimpfen sie den Hund oder schlimmstenfalls schlagen sie ihn sogar! Der Besitzer denkt dann sooooo DAS hat er sich gemerkt! Stimmt der Hund merkt sich das ganz genau! er weiß beim Nächsten Mal wenn mich mein Herrli ruft dann bekomme ich Schimpfe oder leider sogar oft haue! Welchen Grund habe ich also zurückzukommen? KEINEN!!!! Denn er verknüpft das Zurückkommen mit etwas unangenehmen! Den Hasen hat er nämlich da schon längst vergessen! Lobe ich den Hund allerdings weil er ja immerhin nach 20mal rufen zurückgekommen ist, (auch wenn ich innerlich koche vor Wut) und biete ihm ein Leckerlie an, ja vielleicht spiele ich dann sogar noch mit einem Ball mit ihm, der ihm vielleicht lieber als der Hase ist, weil er den Ball ja erwischt und bekommt, so verknüpft der Hund das zurückrufen mit etwas sehr angehmen und er wird gern zu mir zurückkommen!
So genug über Hunde! Sorry nochmal! Aber ich denke ihr merkt dass da viele Parallelen sind die man eigentlich auf fast alle Tiere übertragen kann. Ist doch gar nicht sooooo schwer zu verstehen, WIR denken eben nur manchmal zu Kompliziert!

LG Peter


LG Peter
Ich kann jederzeit meine Meinung ändern, nur muss ich vorher eine gehabt haben!

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#17

RE: Herbstaggressionen? - Umfrage

in Umfragen 19.08.2010 14:10
von streififreunde | 1.728 Beiträge

Hallo Peter

Ich bin der Meinung, man kann durchaus viele Erfahrungen mit Tieren einer Art auf andere übertragen. Besonders wenn es um Verknüpfungen geht haben fast alle Tiere etwas gemeinsam: Ihre Gabe Verknüpfungen zu erstellen basiert auf dem Kurzgedächtnis. Wenn eine Reaktion der Menschen nicht unmittelbar erfolgt (ob Lob oder Tadel), können sie daher die gewollte Verknüpfung nicht erstellen.

Wie du ja schön gesagt hast, darin unterscheiden sich die Menschen von den Tieren. Allerdings brauchen auch die Menschen viele Jahre, um diese Fähigkeit zu erlernen. Das geht oftmals vergessen. Kleine Kinder (bis 2 - 3 Jahre) unterscheiden sich diesbezüglich nämlich auch nicht von den Tieren. Sagt man einem Kind ständig "Nein", kann es damit auch nichts anfangen, weil es den Zusammenhang gar nicht verstehen kann. Erst mit der zunehmenden Fähigkeit zu kommunizieren und zu reflektieren, lernt es zu verstehen, was die Erwachsenen von ihm wollen und warum sie das wollen. Oder mit anderen Worten: Wenn die Eltern ständig und überall "Nein" sagen, entsteht nur Frust, aber kein Verständnis. Und so kann es dann im Extremfall zu frühkindlichen Störungen kommen... (O je, Sorry! Da spricht der Sozipäd. in mir!)

Man muss sich also, egal ob bei Kindern oder Tieren auf deren Ebene begeben und nicht versuchen, die eigenen Werte und Erwartungen auf diese überzustülpen. Geduld ist dabei die Schlüsselkompetenz, die man als Halter/ Eltern mitbringen sollte...


Liebe Grüsse
Layla


burunduk@gmx.ch
http://www.burunduk.ch
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#18

RE: Herbstaggressionen? - Umfrage

in Umfragen 22.08.2010 00:18
von Andy | 276 Beiträge

Da bin ich genau der selben Meinung wie Layla, Micha und Ösi.
Es gibt leider viel zu viele Menschen die ihre Tiere vermenschlichen.

Für viele Menschen sind Tiere ein Ersatz für jemanden. Das wäre auch nicht schlimm, trotzdem sollte man die Tiere auch als solche behandeln und nicht wie einen Ehemann oder ein Kind.

Andy


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