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#1

Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 15.01.2014 14:23
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Hallo ihr Lieben!

Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen ist ja oft ein Thema. Ich möchte euch erzählen, was ich gestern miterleben durfte oder besser gesagt - musste .

Trotz Winter haben wir beinahe täglich bis zu 5-7°C im Plusbereich. So war es eigentlich zu erwarten, dass die Tierchen bald "erwachsen" werden. Die Buben sind auch schon seit 1-2 Wochen immer wieder dabei ihre Tänzchen einzustudieren und Popowackeln zu üben.
Nun, so war es nicht verwunderlich, als ich am Wochenende entdeckte, dass ein Weibchen bald paarungsbereit sein würde. "Aber doch kein Problem, die Bubis sind doch eh noch zu jung - höchstens 6 Monate alt". Ui, ui, wie man sich irren kann!

Gestern (14.1.14) gab es bereits seit den Morgenstunden "Ausnahmezustand" im Aspern-Wald. Aki war ständig hinter dem Mädchen her. Was soll ich sagen, die beiden gaben es sich ebenso wie beim Willkommensritual - nicht zimperlich! Diesmal gibt es keine Fotos, weil ich einfach nicht "stören" wollte, ich hielt mich vor der Voliere auf. Aber Aki war trotz seinem jungen Alter sehr erfolgreich - werden mal sehen, ob sich da wirklich Nachwuchs einstellt. Yama hielt sich eher im Hintergrund, wenn sich aber die Gelegenheit ergab, dass Hanako in einer Ecke saß oder schon in die Enge getrieben worden war, fing er auch an sie zu bedrängen - aber eben nur tänzeln - konnte also passieren (wenn auch selten), dass sich beide Bubis gleichzeitig um Hanako bemühten.

Was ich diesmal definitiv beobachten konnte ist, dass das Weibchen markierte und die Bubis dem Geruch des Mädchens nachgingen, Moriko wurde absolut rausgehalten. Ständig war die Nase am Boden und folgte so genau dem Weg von Hanako.

Für alle, die noch keine Verpaarung von Baumis mitgemacht haben, will ich nur nochmal betonen. Die gehen wirklich absolut nicht zimperlich miteinander um und dies von morgens bis weit in die Dunkelheit hinein.

Hier fing es dann doch plötzlich zu kriseln an! Ich wusste es ja, dass auch im Finsteren die Verpaarungs-Verfolgungsjagden weitergehen, also wollte ich einfach nur mal nachsehen ob alles in Ordnung ist. Durch den Radau der beiden "Liebenden" war Moriko dermaßen verschreckt, dass sie ständig in der Schreckstarre am Dachbalken hing, bis sie auf die Idee kam zwischen mein T-Shirt und Westenärmel zu kriechen. Dort hielt sie sich warm versteckt. Yama lief auch aufgescheucht hin und her.

Genau dadurch passierte es, dass er manchmal den Weg der Jagenden kreuzte und das war nicht gut, denn da gab es plötzlich ein Fellknäuel und quietschen bis alle 3 wieder auseinander stoben. Ich weiß ehrlich gesagt nicht WER da anfing, Aki oder Hanako? Es sah mir beinahe schon so aus, als würde SIE Aki jagen (wie es auch meist gegen Ende der Verpaarung ist) und dann kam noch Yama in die Quere. 2x stürzten sie auch beim Gerangel ab, jedoch lag in diesem Bereich eine dicke Schicht Hackschnitzel und Laub am Boden.

Plötzlich machte ich eine sehr erschreckende Entdeckung. An der Stelle, wo sich die 3 vorher gekreuzt hatten und zu kämpfen begannen, war Blut geflossen und davon nicht wenig - es war frisch. Mit der kleinen Taschenlampe die ich zur Verfügung hatte und den schnellen Bewegungen der Tierchen war es nicht einfach nachzusehen - obwohl ich die UV-B Lampe schon eingeschalten hatte. Außerdem musste ich verdammt aufpassen, dass mir kein Hörnchen unter die Schuhe geriet und abstützend anlehnen war wegen Moriko im Ärmel mit Vorsicht zu genießen.

Nach einiger Zeit sah ich, dass Aki auf der Schulter feucht zerrupft aussah - er dürfte da etwas abgekriegt haben. Doch als ich Yama beim Weintraube futtern zusah, bemerkte ich, dass er aus der Nase blutete. Also wurde der arme Kerl von mir auch noch eingefangen und im Haus, bei gutem Licht angesehen. Er war ziemlich "fertig" - futterte aber gleich die Mehlwürmchen und so ersparte ich ihm zusätzlich in die Hand genommen zu werden und brachte ihn in die Voliere zurück.

Zuvor hatte ich die Voliere wieder geteilt, Moriko und Hanako in den kleineren Teil gesetzt und für die Buben den größeren reserviert. Falls sie sich doch als Konkurrenten ansehen sollten. Es dauerte einige Zeit, bis sich die Wogen bei allen Beteiligten gelegt hatten - es war schon 20.30 Uhr. Endlich war es ruhiger geworden, nur gerufen haben sie sich noch. Also konnte der verletzte Yama auch wieder vor dem Eingang des Schlafhäuschens aus der Transportbox hüpfen. Gott sei Dank gab es im Häuschen kein zwitschern oder gar kämpfen. Sie fiepten nur und dann war endlich Nachtruhe angesagt. Danach öffnete ich wieder die Verbindungstüre mit der Hoffnung, dass der nächste Tag ruhiger werden würde und vor allem, dass alle 4 Hörnchen zum Frühstück auftauchen würden.

Nach einer sehr unruhigen Nacht von mir, war ich schon mit dem Frühstück bereit, als die Tierchen aus den Häuschen kamen. Die Mädchen waren so wie immer, von der anstrengenden Jagd des Vortages war nichts zu sehen.
Yama war Gott sei Dank auch sofort wieder draußen. Ihm merkte man an, dass er sich nicht ganz wohl fühlte, jedoch die Nase war wieder ganz sauber, nur beim linken Auge war eine kleine vertrocknete Blutkruste zu sehen - er futterte, trank kopfüber, kletterte herum und begrüßte ganz ruhig Moriko, die bei ihm vorbei sah.


Auch Aki kam frühstücken. Bei ihm sieht man einen Kratzer am Köpfchen, hinter dem Ohr bzw. in der Ohrmuschel eine kleine Blutkruste (ob er wohl einen Ohrring gragen wird?) und auf der linken Schulter ist das Fell etwas zerzaust - könnte auch ein Kratzer sein oder wurden ihm einige Haare ausgerissen.


Sonst gibt es Gott sei Dank keine offensichtlichen Verletzungen - kein Hinkebein usw.

Abschließend muss ich noch sagen, dass der heutige Tag OHNE Popowackeln, singen, tanzen, jagen vorübergeht. Als wäre es ein Tag wie jeder andere, bzw. als wäre gestern nichts gewesen.
Naja, vielleicht hat dieser aufregende Tag für Hanako ja doch noch Folgen. Wir werden es sehen.


Oh, ihr Armen, ihr habt wieder soooo viel zu lesen bekommen. Ich wollte aber auch diese Seite des "Jö, Babys" vorstellen.

Alles Liebe
Birgit


zuletzt bearbeitet 15.01.2014 14:41 | nach oben springen

#2

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 15.01.2014 17:31
von Jumpy | 1.237 Beiträge

Hallo Birgit

Oh ja das kenne ich auch...

Puh, da ist aber einiges an Blut geflossen. Zum Glück geht es allen gut.

Geniesst den Frühling, bevor leider der Winter kommt.


Grüessli Elvira

www.elnigo.jimdo.com
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#3

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 15.01.2014 17:56
von Meeri-Weid (gelöscht)
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Hallo Birgit

Du hast wieder einen tollen Text zusammengefasst.

Ja, die Baumis sind im Verpaarungsritual sehr grob zueinander. Kratzer, geschwollene Augen, ausreissen von Fell etc. sind ganz normal. Jedoch muss man sagen, das soviel Blut wie auf dem Foto NICHT normal ist und dies gut beobachtet werden muss.

Dies ist aber bei Dir ja überhaupt kein Thema, Du betreust ja deine Tiere 1A......es freut mich sehr.......das es deinen 4 Süssen gut geht!

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#4

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 15.01.2014 21:17
von Stinchen | 802 Beiträge

Hallo Birgit,

mein Gott, das liest sich ja, wie in einem Krimi.
So ungefähr lief der Endkampf auch bei meinem Neueinzug damals ab. Im Nest habe ich ja dann auch das tote Junge gefunden. Man, manchmal reicht wohl wirklich ein unüberlegter Biss und es kann ganz schnell zur Katastrophe werden. Aber Du hast ja alles ganz schnell in den Griff bekommen und die Kampfhähne bestens vversorgt. Aber da sieht man mal wieder, dass auch in der größten Harmonie plötzlich Chaos ausbrechen kann.

Liebe Grüße
Kerstin

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#5

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 09:27
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Grüß dich Kerstin!

Ja, Gott sei Dank blieb mir dieses Ende erspart. Es sah wirklich heftig aus, nach heutigem Kenntnis dürfte Yama wirklich in der Hektik wo dagegen gerannt sein und Nasenbluten gehabt haben. Keine inneren Verletzungen oder auch kein Biss bei der Nase. Glück gehabt.

Alle 4 Tiere sind wohlauf - der gestrige Tag war wie jeder andere auch. Alle futtern, trinken, vergraben und graben aus ..... und zwischendurch wird mal kurz mit dem Schwanz gewedelt - aber das wird es das ganze Jahr hindurch geben.

Es ist also alles gut gegangen, bis zum nächsten "Schauspiel" - denn auch Moriko wird noch paarungsbereit werden .....
Wenn es dann so weit ist, werde ich vielleicht das paarungswillige Paar in den großen Volierenabteil separieren, so haben die anderen beiden eine "Ruhe" und kreuzen die wilden "Liebenden" nicht. Mal sehen ob und wie es sich ergibt, die Möglichkeit gibt es zumindest.

Alles Liebe
Birgit


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#6

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 20:20
von Stinchen | 802 Beiträge

Hi Birgit,

ja das finde ich auch eine gute Idee, isofern es denn auch zu machen geht. Du kommst ja sonst gar nicht in den Schlaf, ich hatte auch noch die nächsten Tage solche Panik.
Komischerweise ist die Kleine nach, wie vor ein Aussenseiter, sie wird zwar toleriert, aber hält sich immer ein wenig abseits. Naja, vielleicht gibt es ja auch bei uns mal Nachwuchs und sie findet unter den jungen Mädels eine Kumpeline.

Liebe Grüße
Kerstin

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#7

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 20:27
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Servus!

Das mit deiner Kleinen kenne ich auch. Ich bin schon darauf gekommen, dass eine Gruppe am besten funktioniert, wenn sie eine gerade Anzahl ist. Irgendwie gibt es sonst immer ein "5. Rad am Wagen". Auch eine Freundin von mir hat das schon beobachtet. Egal ob 4 oder 8 Weibchen, nur nicht ungerade meinte sie.
Ob das aber jetzt "die Regel" ist - keine Ahnung.

Das mit einem Jungtier behalten ist zwar super, aber wie machst du das dann, dass dieses Mädel nicht gedeckt wird? ......

Alles Liebe
Birgit


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#8

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 20:40
von Stinchen | 802 Beiträge

Ich hatte mir vorerst überlegt, die Mädels nur ein einziges Jahr decken zu lassen. Und dann nur die kleine Böckchen zu verkaufen, da ich ja 4 Mädels habe. Happy kann sowieso nicht und Pebbles würde ich dann nach einem Jahr kastrieren lassen. Aber das ist erstmal nur eine Überlegung.

Weiss auch noch nicht, ob ich es wirklich so mache. Ich baue ja noch eine zweite Voli und dann könnte ich die Zwerge auch nach Geschlechtern trennen. Was meinst Du dazu?? Kann das funktionieren ?

Liebe Grüße
Kerstin

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#9

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 21:33
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Servus!

Soso, auch hier gibt es schon wieder Pläne im Kopf!
Nach Geschlechtern trennen funktioniert immer. Oder du hältst dann eine kleinere gemischte Gruppe und sonst eine WG. Auch möglich. Wird wohl alles darauf ankommen, ob und wann es Junge gibt und wie weit du dann mit der zweiten Voliere bist.

Lass deine Pläne schön weiter reifen.
Alles Liebe
Birgit


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#10

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 16.01.2014 22:30
von Stinchen | 802 Beiträge

Ich arbeite dran, aber momentan leider immer noch erstmal nur im Kopf

Hab ja noch ein bischen Zeit, bis Frühling............ bissssschen

Machen die Zwerge eigentlich dann viel Rabatz, wenn man sie nach Geschlechtern trennt??

Es kann ja mitunter schon recht lautstark in der Voli werden, wenn sie sich umwerben. Da schätze ich, wenn sie auch noch in Sichtweite getrennt sind, wirds dann richtig arg???

Liebe Grüße
Kerstin

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#11

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 17.01.2014 07:42
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Servus Kerstin!


Ich hatte voriges Jahr die Jungs direkt an der Mädchenvoliere. Die waren allerdings noch recht jung.
Dennoch tanzten die Jungs am Gitter im Kreis wenn die Mädchen daran kletterten. Wenn es "lästig" war gingen die Weibchen einfach weg und die Burschen beruhigten sich wieder.

Jetzt ist ja die Männer-WG ca. 5 Meter weg von der Fam-Voli. Als Hanako jetzt paarungswillig pfiff waren sie schon auch etwas aufgekratzter, jedoch hingen sie nicht schmachtend am Gitter. Ich habe nur gemerkt, dass sie selbst wieder untereinaner klarmachen wollten, WER als erster hin darf, falls es möglich wäre. Träume sind ja erlaubt.

Ich würde sagen, dass das männliche Gezwitscher weniger ist und vor allem das Keppeln und Motzen der Mädel fällt ganz weg. (Ich möchte da gar nicht auf Vergleiche eingehen )

Aber es wird sich noch weisen, wie es jetzt bei uns weiter geht - wirst sicher noch davon hören.
Alles Liebe
Birgit


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#12

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 27.01.2014 09:13
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Hallo ihr Lieben!

Unsere Katastrophen-Geschichte im Aspern-Wald ging am Wochenende leider in die nächste Runde.

Bis am Freitag funktionierte die Gruppe wieder wunderbar, es gab keine Probleme untereinander. Am Freitag hatte ich leider sehr wenig Zeit um die Tierchen im Auge zu behalten, doch am frühen Abend war es wieder offensichtlich, Aki jagte wieder ein Mädel. Ich sofort raus und in die Voliere mit mir. Ein Mädel verkroch sich sofort wieder unter meine Jacke. Das zweite Männchen war recht zurückgezogen. So wie ich es vorhatte trennte ich das "beschäftigte" Pärchen von den beiden anderen räumlich. Trotzdem verlief das ganze nicht so wie von mir "dummen Menschen" geplant. Das Weiberl war nicht bereit aus meinem T-Shirt zu gehen, das Männchen suchte verwirrt wo es bleiben sollte. Es waren 2 Kästen zur Verfügung. Lange Rede - nach mehr als einer Stunde waren die beiden Tierchen endlich jeder in einem Schlafkasten und gaben Ruhe.
Daneben aber gab es gröbsten Radau - leider auch in den beiden Schlafkästen - es war echt heftig. Ich konnte aber nicht nachsehen, weil diese in die abgetrennte Voliere aufgehen und dann wieder alle beisammen sind.

In der Nacht machte ich die Verbindungstüre wieder auf.

Am Morgen kamen nur 3 Hörnchen raus - die beiden quietschvergnügten Mädchen und ein verletzter Bursche. Sein linkes Handgelenk blutete, der Rücken ist ziemlich zerrupft und ein riesen Kratzer oder Biss ist auch zu sehen. Hilfe! Wo ist das zweite Männchen!
Gerade am Samstag hatte es das erste Mal -5°. Ich also warm angezogen und durchsuchte stundenlang beide Volieren nach dem 2. Männchen. Alles Polstermaterial der Nester raus, alle Verstecke durchsucht, sogar in der Not das gesamte Bodenmaterial cm-weise umgedreht. Nicht da! Zudem machten mir die Mädels das Arbeiten auch noch "leicht" indem sie beide zwischen T-Shirt und Weste ein Kuschelplätzchen suchten und sich nicht rausbewegten. Na wenigstens draufsteigen konnte ich so auf kein Tierchen.
Ich war echt schon soooo verzweifelt.
Als die Sonne raus kam, legten sich die beiden Weibchen und das verletzte Männchen auf die Hängeleiter in die Sonne. Ratlos stand ich daneben und plötzlich hörte ich hinter mir trappeln. Das verschollene Männchen saß hinter mir! Schnell war mir klar, warum ich es nicht gefunden hatte - es war genauso am linken Vorderpfoterl verletzt und sah auch so zerrupft aus! Dieses Hörnchen dürfte es noch schlimmer erwischt haben, weil es den ganzen Arm nicht bewegen kann.
Na toll, Samstag, kein Tierarzt, niemand zu Hause, was tun.
Alle biede nahmen Gott sei Dank eine Feige mit Traumeel an. Sie verkrochen sich wieder - jeder einzeln, kamen aber auch immer wieder futtern, trinken, sonnen (trotz -5°). Das war mein Samstag, viele, viele Stunden in der Kälte in der Voliere. Verzweiflung, Vorwürfe und Ratlosigkeit. Ich habe nämlich fast den Verdacht, dass ein Mädel das zugefügt hat.

Sonntag hatte es -9° - na toll! Ich war auch wieder viel draußen, die Mädel sofort unter meiner Jacke verschwunden. Beide Buben waren unterwegs! Welche Erleichterung. Es geht ihnen zwar nicht besser, aber sie fressen, trinken, wandern herum. Sie nahmen auch wieder die Feige mit Traumeel. Das eine Männchen bewegt zwar das gesamte Ärmchen nicht, kann aber trotzdem eine Nuss aufnagen indem er sie irgendwie hält.

So ihr Lieben! Ihr seht eine Moderatorin, die Tiipps gibt und sich selbst überrumpeln ließ 2 Männchen in die Voliere zu Mädchen zu stecken - obwohl ich es eigentlich eh besser wusste. Egal ob sich die Männchen verletzt haben oder das Mädel das einfach nur genervt war. Es war ein Fehler.

Nur so leicht komme ich jetzt nicht aus der Geschichte raus. Denn ...

... ein verletztes Männchen in die ganz große Voliere zu den fremden Männchen setzen steht momentan auch unter keinem guten Stern.
... es ist furchtbar kalt draußen und soll noch so bleiben - wenn ich die Tierchen hineinhole kann ich sie so schnell nicht mehr raussetzen.
... beide Krankenkäfige sind hergerichtet falls ich sie doch reinholen muss - jeder in einen oder im Endeffekt dann doch zu zweit? Naja, zuerst mal nebeneinander. Aber wie gesagt, ist es überhaupt sinnvoll? Draußen in die Krankenvoliere haben sie einfach zu wenig Bewegung und für die Kälte ist dies nich gut. (bis jetzt hatte es immer um die +5°, jetzt ist es schweinekalt.)
... je ein Pärchen in eine extra Voliere - eigentlich nicht gut möglich, die Weibchen sind sooooooo unzertrennlich, dass es für die beiden echt eine Qual wäre.
... was mir gerade kommt, eventuell das eine Hörnchen, das das Ärmchen fast nicht bewegt und eventuell etwas zurückbleibt kastrieren, weil eine Chance bei der Verpaarung hat es dann eh nicht und so wird es vom Bruder akzeptiert. Das wäre es vielleicht. Werde mir das noch durch den Kopf gehen lassen, wäre vielleicht gleichzeitig mit der Untersuchung zu schaffen. Grübel, Grübel, ... und dann mit der TÄ Kontakt aufnehmen.


Es wird sich also entscheiden, wie die "offene" Wunde des einen Männchen aussieht, wenn es zu eitern beginnt muss ich zum TA und rausnehmen. Wenn das zweite Tierchen "abbaut" natürlich ebenso.
Wenn ich die Männchen so beobachte, schläft zwar jedes einzeln, es ist aber nicht auf der Flucht wenn ein weiteres Tierchen den Weg kreuzt, also dürfte die Gesellschaft allgemein nicht "unangenehm" sein. Es sind wenigstens Partner anwesend die mal schnuppern kommen.


So ihr Lieben, ihr seht, ich gebe all die Sch...... ehrlich zu, auch meine "Ohnmacht", überlege hier offen und laut.

Alles Liebe,
eure Birgit


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#13

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 27.01.2014 11:52
von chip 68 | 440 Beiträge

Ouuu..arme birgit..
Das stresst die entscheidung. Man möchte ja nur das besste für die tierchen.
Ist nicht immer leicht. Hoffe es geht den jungs bald besser und sie verlieren nicht zu viel kraft.
Es grüsst dich ganz lieb priska

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#14

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 27.01.2014 17:39
von Tarzan&Jane | 2.901 Beiträge

Update von heute Morgen:

Die Jungs waren auch heute viel draußen (-5°C).
Akis Fleischwunde sieht schön aus, er belastet das Pfötchen, hüpft richtig, dreht die Nuss in den Vorderpfoten. Er pfeift sogar den Mädchen leise nach - einfach unverbesserlich.
Yama ist auch unterwegs, wenn es sein muss belastet er es,kann sich aber nicht festhalten, presst das Pfötchen an sich. Aber auch er frisst, trinkt, bewegt sich in der Voliere. Seine Augen sehen klar aus, er krümmt seinen Körper nicht.
Wenn sich die Buben sehen schnuppern sie, bleiben sogar kurz nebeneinander sitzen und gehen dann wieder ihren Weg.

ABER, diese Hanako wird zur Furie wenn sie ein Männchen kreuzt, stürmt auf sie zu, motzt, verjagt sie. Ob sie tragend ist? Na das kann ja heiter werden, wenn sie ihre Babys auch sooooo verteidigt. Da wird sogar ihre Schwester Probleme bekommen, die ja immer ihre Nähe sucht.

Das wars wieder aus dem Aspern-Wald
Birgit


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#15

RE: Rasante Familienplanung bei den Baumstreifenhörnchen im Aspern-Wald

in Paarung, Zucht & Aufzucht 27.01.2014 17:44
von Jumpy | 1.237 Beiträge

Hallo Birgit

Puh, das müsste nicht sein. Aber leider bei Paarhaltung nicht zu vermeiden.

Ich würde die Jungs auch erst einmal bei den Mädels lassen, solange es irgendwie geht.
Vielleicht kommt ja bald wieder wärmeres Wetter und du könntest es doch wagen einer der Jungs zu den anderen Jungs zu setzten.

Oder

Wie wäre es, die beiden Jungs und Mädels abzutrennen, bis die Gesundheit besser ist. Und wenn es ein wenig wärmer wird, könntest du einen zu den anderen setzten und das andere wieder zu den Mädels lassen.

Ich drücke dir ganz fest den Daumen, dass alles gut kommt. Und du die richtige Entscheidung triffst.
Aber da habe ich bei dir keine Bedenken.


Grüessli Elvira

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