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#1

Krömi hat ein tränendes Auge

in Krankheiten und Verletzungen 17.10.2016 14:32
von kroemi | 2 Beiträge

Hallo liebe Nager-Freunde!

Mein Name ist Herr Krömer (Krömi), ich bin ein kanadisches Rothörnchen im Alter von gut 6 Jahren. Mein Gewicht betrug vor meinem Augen-Leiden ca. 280g, jetzt sind es etwa 240 Gramm. Ich bin noch ein echter Kerl (nicht kastriert), absolut handzahm und wurde im Alter von ca. 10 Wochen vom Züchter übernommen. Ich werde alleine gehalten.
Im Juli wäre ich beinahe jämmerlich gestorben, meine beiden Besitzer machen sich immer noch Sorgen um mich.
Daher hier ihr weiterer Versuch, mein rechtes Auge wieder ganz in Ordnung zu bringen:

Krömi´s interessanter medizinischer Fall, absolut geeignet für „Dr. House“ & Co oder die deutsche Variante "Abenteuer Diagnose":

• Krömi hat urplötzlich Schmerzen am Kopf beim Rumsuhlen und Fressen.
• Am nächsten Tag ist die rechte Backe dick geschwollen, Fressen geht fast gar nicht mehr.
• Die nachfolgende umfangreiche tierärztliche Behandlung hat keinen deutlich sichtbaren, oder sofortigen Erfolg gezeigt, bergauf ging es (nach einem Überlebenskampf) erst nachdem Krömi in Ruhe (und ohne Medikamentengabe) gelassen wurde!
• Das Fressen ist seit vielen (sehr vielen) Wochen wieder offensichtlich absolut schmerzfrei, auch Krömis Verhalten wurde sehr schnell wieder völlig normal mit vollster Lebensfreude.
• Die Augenumgebung bleibt allerdings dick, nässend und oft genug mit weißem Schleim bedeckt. Dieses sorgt wahrscheinlich auch immer wieder für Verklebungen = Reizungen, ein Teufelskreis?

Was könnte der Grund für das jetzt seit gut drei Monaten kränkelnde Auge sein!?

Etwas ausführlicher:
Krömis rechtes Auge tränt immer wieder deutlich sichtbar, und es zwinkert sehr oft. Nach seinen Ruhephasen ist es dann durch die (meist klare) Tränenflüssigkeit oft "zugeklebt", in kürzester Zeit ist es aber dann aber wieder auf“gekratz“ ... mit den Hinterfüßen.
Man hat den Eindruck, dass das Auge dann auch nicht ganz so weit auf ist wie das "gesunde".
Der dunkle Augenkörper selber sieht völlig normal aus.
Das mit der Augen-Reizung scheint Krömi selber offensichtlich nicht mal ansatzweise zu interessieren, von der Seite also alles bestens! Fotos dazu gibt es genügend.
Glaub uns, wir haben alles was möglich war selber recherchiert:
* Fremdkörper, Insektenstich, Bindehaut ...
* Zahn drückt auf Auge ...
Zitat: ......
Der Verlauf lässt schnell/logisch ein Zahnproblem vermuten, auch wegen des weißen Augenschleims UND wegen der damaligen Schmerzen beim Fressen (die ihn fast verhungern ließen, er hat gejault beim Versuch zu fressen). Und das ganze nur auf einer Seite.
Zu der "schmerzhaften" Zeit war die Backe und der Bereich unter+oberhalb des Auges sehr dick angeschwollen. Jetzt, vom Aussehen her um das Auge herum, sieht es fast normal aus ... eben immer etwas "traurig-nass" und manchmal gerötet. Das Fell ist dort auch sehr dünn, da eben ständig dran gerieben wird.
Die Backe selber ist NICHT schmerz-empfindlich oder dick (Krömi läßt sich ohne Scheu anfassen), das gehört zum Rumtollen dazu!
Ein Zahnwurzelproblem? Da er aber wieder überall kraftvoll nagt, warum immer noch das tränende Auge?

Eine exakter, tagesgenauer Bericht (über Monate) mit allen erkannten Details existiert (siehe weiter unten die etwas gekürzte Version) für diejenigen, die an einem bestimmt interessanten Fall à la "Dr. House" oder "Abenteuer Diagnose" interessiert sind UND KRÖMI HELFEN WOLLEN!

Per Google ließ sich schon viel in Erfahrung bringen, das mit dem tränenden Auge ist sicherlich auch kein reines Hörnchen-Problem, bei fast allen Kleinnagern wie
* Kaninchen
* Chinchillas,
* Meerschweinchen
kann das mit den Augentränen auftreten.

Fakt:
Krömi benimmt sich seit vielen Wochen lebensfroh wie eh und jeh, kräftiges Nagen funktioniert offensichtlich seit längerem wieder völlig schmerzfrei.
Warum ist dann da noch immer das tränende Auge, dessen Zustand ist seit Wochen "stabil" = unverändert ist?
Das Absetzen der antibiotischen Augentropfen im August hat keinerlei positiven/negativen Veränderung gebracht.

Da das andere Auge völlig normal ist kann es eigentlich nichts bakterielles sein, so etwas wäre doch längst auf das gesunde Auge übergesprungen?
Etwas " mechanisches" liegt nahe, ja, die Zähne. Er nagt aber völlig unbekümmert wie eh und jeh!?
Auffällig: Wenn er eindöst, fällt das kranke Auge als erstes zu. Warum?
Tut es doch weh, wenn es ganz auf ist?
Kostet es Kraft das Auge offen zu halten?

Wir machen uns wegen des immer etwas feuchten Auges (gegenüber dem anderen) also immer noch Sorgen!
Krömi hat schon lange wieder sichtbar Freude am Leben, möchte (und kommt) fast jeden Tag in der Garten zum Auslauf und wir möchten auch, dass das so bleibt. Daher dieser Hilfe-Ruf.

Kennt jemand (oder hatte jemand schon einmal) einen solchen Fall???

Wir sind für jeden Hinweis wirklich dankbar!!!

Viele Grüße von Krööömi & Carmen + Martin

Wir: Carmen + Martin
Wer sich mit uns in Verbindung setzen möchte um Krömi zu helfen, der schickt uns bitte eine Nachricht als PM (persönliche Mail) oder antwortet direkt ins Forum. Wir senden auf Wunsch gerne ein paar aussagekräftige Fotos und den ungekürzten Bericht zu!
VIELEN VIELEN DANK!!!!!

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#2

RE: Krömi hat ein tränendes Auge

in Krankheiten und Verletzungen 17.10.2016 20:54
von Jumpy | 1.226 Beiträge

Hallo Carmen und Martin

Erst einmal herzlich Willkommen hier im Forum.
Da hat Krömi und ihr aber einiges durchgemacht.

Es ist für uns auch immer wieder interessant von Problemen bei den Hörnchen zu lesen und auch über den weiteren Verlauf. Da das evtl. anderen bei einem gleichen Problem helfen kann.

Es wäre sehr gut, wenn ihr einmal ein paar Fotos hier Posten würdest.
Und dann werden wir einmal weiter schauen.
Was da alles für Ideen oder Ratschläge zusammen kommen...hoffe ich zumindest. Nicht das alle ratlos sind.

Habt ihr schon abgeklärt, ob es ein entzündeter Tränenkanal ist? und habt ihr schon ein Antibiotika gegeben, wenn ja welches?


Grüessli Elvira

www.elnigo.jimdo.com
zuletzt bearbeitet 17.10.2016 20:58 | nach oben springen

#3

RE: Krömi hat ein tränendes Auge

in Krankheiten und Verletzungen 19.10.2016 13:33
von Tarzan&Jane | 2.895 Beiträge

Servus Carmen!

Willkommen nochmal und danke für die wirklich genaue Schilderung des Krankheitsverlaufes. Leider habe ich nur mit Bindehautentzündung Erfahrung, welche mit Augentropfen weitestgehend verschwand. Da das Hörnchen allerdings sowieso geschwächt war, kam dies immer wieder.

Du hast schon so viel recherchiert - da fällt mir grad nur noch ein, ob vielleicht eine neue (staubigere) Streu verwerdet wird.

Wenn mir etwas einfällt meld ich mich wieder. Hoffentlich wirds endlich besser!
Alles Liebe
Birgit


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#4

RE: Krömi hat ein tränendes Auge

in Krankheiten und Verletzungen 20.10.2016 15:00
von kroemi | 2 Beiträge

Hallo Ihr Hörnchenfans!

hier erst einmal zwei Fotos:

Linkes Auge, so wie es soll:


Nun das rechte, kränkelnde:


>>> Oder vielleicht ist es auch schon was chronisches ... woher ?
>>> eine verstopfung oder Tränenkanalverengung ?

Oder ein entzündeter Tränenkanal!?

Kann alles sein, nur was kann man dagegen tun?

Realistisch sind allenfalls Medikamente. Wie sollte so etwas operativ behoben werden können!?

Steu oder andere staubigen Veränderungen fanden nicht statt.

Jetzt etwas zum Tag vor der plötzlich schmerzenden Backe, was war anders als sonst, den Tag zuvor, als noch alles in Ordnung war!?
-> Wir hatten Besuch, der noch nie zuvor da war.
Die 10 jährige Tochter hat eine Tierhaar-Allergie, und sofort auf Krömi angesprochen ... und war nach dem Rückweg vom Urlaub an der Nordsee (von einem Reiterhof) etwas unerwartet (für die Eltern) schniefig bei uns.
Kontakt zu Krömi bestand nur über eine hingereichte Kirsche und kurzes Schnuppern an ihrer Hand.
Klar, dieser Zusammenhang ist sehr sehr an den Haaren herbei gezogen ... aber es war wirklich das einzig außergewöhnliche in Krömis sonstigem Alltag!
Wir können da wirklich keinen Grund drin erkennen!

>>> Myxomatoseähnliche Virusinfektion

Wäre dann nach (jetzt schon) Monaten nicht auch längst das gesunde Auge längst betroffen!?

Er wiegt jetzt übrigens 254 Gramm, noch ganz schön von den typischen 285 entfernt ... aber der Weg dahin passt!

Der hiesige Tierarzt meite "damals" übrigens sofort: Eitriger Tumor .... . Das Gleiche kam von einem Eichhörnchen-Kenner zu jener Zeit, wobei die Backe da noch extrem dick war. Aber über Nacht entsteht so etwas???
Jetzt kam so ein Hinweis ganz aktuell wieder.

Wir wollen mit diesem Beitrag den Zufall provozieren, jemanden zu finden, der so einen Fall schon hatte UND den Grund dafür heraus finden konnte - am besten mit einer heilenden Lösung.
Klar soll dieser Fall auch anderen helfen!

Krömi tobt gerade um uns herum, und wird gleich draußen in einer Regenpause seine Freude haben.
Erinnerung: Damit das noch lange so bleibt soll dieses doowe Auge, was bestimmt schon chronisch lädiert ist, wieder in Ordnung kommen.



Einfach nur Abwarten, diese Lösung ist uns zu unsicher.

Foto von gestern:


Viele Grüße auch von Krömi, Carmen+Martin

PS:
Anfang des Kranken-Tagebuches:
Im folgenden wird der wesentliche Verlauf noch erheblich ausführlicher geschildert:

Freitag, 08.07.2016
Alles ganz normal, Ausgang spät nachmittags in den Garten eine gute Stunde, hat selber eine Nuß gefunden, selber aufgeknackt und auf Hand gefressen. Er hat sich mit Sicherheit keinen Insektenstich eingefangen, das hätten wir sofort gemerkt.

Sonnabend, 09.07.2016
Gegen Mittag bekommt Krömi Auslauf im Haus, es fiel dabei auf, daß er beim Durchtauchen seiner Lieblings-Stofftier-Spielwiese wehleidige Laute von sich gab. Der weiße Fell-Ring um das rechte Auge schien etwas feucht zu sein.
Eine Nuß wurde zwar genommen, aber nicht geknackt oder gefressen, da schien ihm schon irgend etwas doll weh zu tun.
Ein dickes Auge ist zu dem Zeitpunkt noch NICHT aufgefallen!

Sonntag, 10.07.2016
Ist das unbekanntes Aua besser geworden!?
Nein: Die rechte Backe/das rechte Auge war nun sichtbar angeschwollen! Er konnte/wollte keine (schon geknackte) Nuß mehr fressen. Das wehleidige Jammern veranlasste uns Sonntag früh zum Notdienst zu fahren.
Dort:
Fiebermessung ergab: 41,5°C (Das „Fieber“ kann auch Aufregung gewesen sein, er hat nach rumtoben auch immer spührbar heisse Füsse!) war allerdings körperlich sehr ruhig bei der Untersuchung.
Es wurde an Medizin mitgegeben:
* Antibiotika, Enrobactin, Wirkstoff Enrofloxacin 25mg/ml (Dosierung 0,06ml, 2x am Tag)
* 4 Dosen Schmerzmittel Metacam 0,5mg/ml in Spritze, 0,1 ml, 1 x am Tag zu geben. Die Verabreichung (zurück zu Hause) hat relativ gut geklappt.
Dann in sein Häuschen gesetzt und in Ruhe gelassen. Hat selber noch Kirsche gefressen und selber getrunken.

Montag, 11.07.2016
Er frißt, aber nur ganz weiches, z.B Kirsche + Banane. An Stellen, an denen er während des Rumlaufens im Zimmer zum Nagen anhält .... hielt er zwar an ... aber das Nagen bleib aus: Er hat eindeutig Schmerzen beim Bewegen des Kiefers!!!
Beim Hinlegen auf seinen Lieblings-Liegeplatz sinkt der Kopf solange ab ... bis er wieder wegen Schmerzen den Kopf etwas anhebt. Der Anblick ist kaum zu ertragen.
Seinen Lieblings-Brei (Aufzuchtsmilch Espilac (für Hunde) + Apfelmuß + Nager-Vitamine + Sojamilch) mag er selber nicht aus dem Topf schlecken, daher Idee: Eine ordentliche Portion wird aus einer Spritze gegeben ... bis er sichtlich genug davon hat!
Hoffnung auf Dienstag.

Dienstag, 12.07.2016
Keine Veränderung gegenüber Montag Morgen, gegen Mittag auch keine Besserung. Nach der Qual der Medikamenten-Verabreichung wird er in Ruhe gelassen.
Gegen Abend ... keine Besserung ... wir ergattern einen Temin in einer Kleintier-Exoten-Tierarztpraxis.

Mittwoch, 13.07.2016
13:00 Uhr ... Krömi wird untersucht, es gibt einen ganzen Karton mit Medizin mit, höhere Dosen werden verordnet:
* Enrobactin, Wirkstoff Enrofloxacin 25mg/ml (Dosierung 0,08ml, 2x am Tag)
* Metacam 0,5mg/ml (Dosierung 0,12 ml, 1 x am Tag)
* Chloromycetin Palmitat 25mg/ml (Dosierung 0,4 ml, 2 x am Tag)
* Augentropfen Dexamytrex, 3 x täglich ins Auge tropfen

Donnerstag, 14.07.2016
Morgens kein rauskommen von alleine aus dem Haus, keine Besserung bis Mittag, sitzt nur zusammengerollt im Haus. Das Auge (es ist nur halb auf) hat morgens am unteren Liedrand einen deutlich sichtbaren milchigen, recht flüssigen Film. Es sieht gar nicht gut aus.
Er ist trotzdem erstaunlich fidel, läuft herum, putzt sich ... nur gefressen hat er fast nichts. Tollt sogar etwas mit den Stoff-Tierchen herum.
Gegen Mittag keinerlei Besserung, daher wird der auf Samstag angesetzte Narkose-Termin (zum Nachsehen der Zähne!) auf heute Abend vorgezogen.
Gegen 20:40 geht Krömi in Narkose.
Befunde:
* ALLE Zähne + Wurzeln sind in Ordnung und fest.
* Nach einer halben Stunde Sucherei nach einem Fremdkörper in der inneren Backenseite: NIX. Gar NIX, KEIN Fremdkörper. Auch nicht auf dem Röntgenbild, alles in Ordnung. Sogar ein CT wurde in Betracht gezogen, aber als sinnlos vom den CT-Experten erachtet (viel zu kleines zu erwartendes Element, danke für die Ehrlichkeit“).
* Die Backe ist auch nach INNEN dick.
* KEIN Fremdkörper im Augenlied zu sehen.
* Die dicke Stelle der Backe wurde von innen etwas angeritzt, in der Hoffnung da vielleicht Eiter raus. Nein, es kam nicht wirklich etwas heraus, auf dem Tupfer war dann etwas zu sehen. Das minimal „Abgetupfte“ roch nicht irgendwie verdächtig (fischig oder faulig).
* Die Rasur der Backe bringt auch keine Problemstelle der Haut zutage.
* Die unteren Schneide-Zähne wurden gekürzt
Bekam verabreicht:
2x Infusionen
1x Spritze Antibiotika
1x Spritze Cortison
Augensalbe, damit Augen nicht austrocknen
Gewicht : 245 Gramm.

Die aller-erste Diagnose, aus dem weisen Augen-Ausfluss schon recht sicher auf ein Zahnproblem zu schließen ... hat sich als nicht richtig erwiesen!

Freitag, 15.07.2016
Hier stark gekürzt ... 9:30 -> er ist wach und sehr wackelig auf den Beinen. Er hat sich bei der Medikamentengabe wieder sehr dagegen gewehrt, etwas Wasser hat er selber aus einer Schale geschlabbert. Wir haben ihn noch auf einer Wärmflasche mit überwachter Temperatur, damit ihm nicht kalt wird.
„Ist die Schwellung denn unverändert, weniger oder vermehrt?“ -> ... gaaaanz ganz klein wenig weniger dick, wirklich kaum sichtbar, eher Wunsch-Einbildung.
Er war am Nachmittag sehr unruhig, hat aber wieder Kirsche gefressen. Wenn er sich zur Ruhe gesetzt hat, zuckten immer ein bisschen die Gliedmaßen (normal nach Narkose).
Gegen 20 Uhr liegt er oben auf seinem Haus, lang ausgestreckt. Er bekommt seine Medizin und muß sich übergeben ... -> was nun!? -> Dosis verringern!
Wir lassen ihn in Ruhe, da jede Annäherung von uns mit wehleidigen Lauten verbunden ist. Er übernachtet in einer Ecke unten im Käfig im Streu. Wasser trinkt er noch.
Die per Spritze in der Narkosenacht verabreichten Medikamente haben anscheinend gar nichts bewirkt.
Die Cortisongabe zur Abschwellung, zeigte ebenfalls keine erkennbare Wirkung. Hat er vielleicht irgend etwas der Medikamente nicht vertragen?
Die Narkose selber war ohne Auffälligkeiten, angeblich völlig problemlos, er war ein ganz ruhiger Atmer/Schläfer/Bewußtloser.

Sonnabend, 16.07.2016
Er lebt ... noch, er hat in der Ecke im Streu geschlafen, nicht im Häuschen. Sein Auge ist jetzt komplett zugeschwollen.
Die gegebene Medizin hat er sofort wieder ausgekotzt.
Jault nur noch, wenn wir ihm nahe kommen. Ich werfe ein paar Frottie-Stücke mit Gejaule auf ihn, jetzt wollen wir Dich nicht mehr weiter quälen. Wir haben wirklich den Eindruck er leidet gar nicht, wenn er nun wie jetzt in seinen gewohnten Frottiekuschelstückchen liegt.
Er leidet aber offensichtlich schon, wenn wie ihm zu nahe kommen. Wir geben ihm keine Medikamente mehr („das tue ich ihm nie wieder an“), also lassen wir ihn ab sofort in Ruhe ... seine Ruhe finden.

Sonntag, 17.07.2016
Morgens, Mittags, Abends etwas hingereicht, hat dabei immer gejault, wahrscheinlich gar nicht mehr wegen Schmerzen, sondern nur wegen unserer Nähe?! Hat aber immer alles „weiche“ genommen und gefressen. Hat sich jetzt so etwas wie Nest in der Streu-Ecke aus den Frottie-Tüchern gebaut.

Montag, 18.07.2016
Hat wieder im neuen Frottie-Nest geschlafen, kommt uns kaum entgegen, ist schlapp, frisst nur mit Lauten die sagen: Greif mich bitte nicht!“, aber frisst. Sieht elendig aus.

Dienstag, 19.07.2016
Wieder unten geschlafen, läuft im Streu etwas rum, ist fast immer eingekringelt, aha, er saß auch einmal oben auf dem Haus und hat Sonnenblumenkerne geknackt! Frisst das, was wir ihm hinhalten, aber nicht ohne vorher schon deutlich zu murren.
Er ist immer noch skeptisch wenn man sich ihm nähert, aber es geht. Danach saß er einige Zeit ruhig und hat ab und zu mit dem Hinterfuß versucht das verklebte Auge zu reinigen. Streicht mit dem Fuß darüber und leckt ihn danach immer wieder ab. Würde sicher ein freilebendes Hörnchen auch tun.
Bindehautentzündung?
Es ist nichts dicker geworden, es ist nur sehr verklebt durch „Eiter???“, wodurch er es im Augenblick nicht öffnen kann. Man konnte heute Mittag eine Eiterkugel sehen, die das Auge am Öffnen hindert und die er versucht loszuwerden.
Mittwoch 20.07.2016 (erster Tag mit Zimmerausgang!)
Morgens, wie gehabt, sitzt unten, nimmt von uns das frische Obst.
Mittags: Er sitzt oben am Hausvorsprung und knackt Sonnenblumenkerne!
Läuft dann sichtlich etwas eingeschränkt das erste mal wieder im Zimmer herum, fast wie normal, nutzt all seine Spielwiesen, hat keinerlei Scheu (kein Gejaule) vor uns :) Nach etwa einer halben Stunde ... rollt er sich plötzlich in seinem neuen Bodenschlafplatz zusammen und döst. Ganz schnell Käfig zu, raus aus dem Zimmer, bloß in Ruhe lassen!
Gegen Abend dann, wieder Auslauf im Zimmer für mindestens eine Stunde, er ist voll fidel mit echter Lebensfreude, hat sogar Anstalten gemacht raus in den Garten zu wollen. Wenn nur das rundrum dick geschwollene Augenlied nicht wäre ... alles wie gewohnt. Trinkt wieder selber aus dem Wasserspender.
Hat ab und zu (wie sonst) an der Stein-Wand genagt (wahrscheinlich wegen Zähne wetzen?), an den auf dem Wege liegenden Holz-Regalen auch etwas, hat eine Hasel-Nuss aber wieder weggelegt, das Knabbern ist also noch eingeschränkt, kein Wunder bei der dicken, jetzt deutlich sichtbar geröteter Augenumgebung!
Richtig gute Augen-Fotos konnten das erste Mal gemacht werden.

Donnerstag 21.07.2016
.... kurzum, bewegt sich im Käfig völlig normal! Läuft umher, springt, frißt, trinkt. Läuft auch ab und zu in seinem Rad. Auge immer noch ordentlich dick!
Huscht die Treppe rauf und runter, fast wie eh und jeh. Krömi sucht wieder unsere Nähe, legt sich auf sein Nikki-Krokodil und will „plattgestreichelt“ werden. Wegen der zaghaften Zurückhaltung von Carmens Hand (dauert zu lange) kommt er an und drängelt sich selber durch die Finger. Wenn nur das dicke Auge nicht wäre. Futtert alles wieder gerne. Er hatte heute diverse Leckerlies, incl. fünf Grashüpfer.
Wiegt gegen Abend 230 Gramm.

Freitag 22.07.2016
.... alles wie am Tag zuvor, incl. dickem Auge. Wobei, es ist anscheinend nicht das Auge selber, sondern die Gegend rund herum.
Wenn man den Kopf genau von oben ansieht, dann erkennt man beim gesunden Auge den dunklen Glaskörper etwas aus den Liedern heraus stehen. beim „dicken“ ... sieht man den Glaskörper (der ist noch völlig klar!) nicht, er wird schon vom oberen Lied verdeckt.
Wahrscheinlich kann man ihn die nächten Tage nicht mehr davon abhalten raus zu gehen – sein Geschirr dazu liegt bereit.
Wiegt gegen Mittag 235 Gramm (+5g zu gestern Abend!)
Trägt die Tigerente wieder umher, geht selber an den Brei- und Trinkspender.
Spät abends wechselt er plötzlich vom Bodenschlafplatz zurück ins Häuschen :-)))

Sonnabend 23.07.2016
.... er ist jetzt eine ganze Woche ohne jede Medikamente und die Backe ist nicht wirklich dicker geworden! Leider auch nicht sichtbar abgeschwollen.
Hatte heute riesen Hunger auf Nüsse, aber nicht die alten (schon innen weichen) aus dem Supermarkt, sondern die frischen, noch grünen vom Baum draussen. Das Knacken der verhältnismäßig weichen Schale .... ist doch sichtbar mühsam. Eine darf er selber knacken, die anderen so 9-10 (relativ klein, dennoch beachtliche Menge!) bekommt er zwecks schneller Gewichtszunahme ... fertig geknackt gleich draußen am Baum auf der Hand. Wenn er dann auch kein Obst mehr will, ein Grashüpfer passt immer noch rein. Das was er an Brocken hinten ausgeschieden hat ... daher hat er beim Fiebermessen auch gar keinen Mucks gemacht. Etwas Spass darf jetzt mal wieder sein :)
Nachmittags bringt er 241 Gramm (+6g) auf die Waage, ist beim Herumtollen sehr zurückhaltend. Wir bauen „Opa“-Krömi ein viel breitere Terrasse um sein Häuschen herum. Gegen 18 Uhr ... das Auge ist eher dicker geworden, es ist nicht mehr auf. Frißt noch Nüsse + Hüpfer, macht einmal beim Fressen wieder diese wehleidigen Laute.
Das mit dem Auge ... da muß man jetzt ran!
Abwarten ?????

Sonntag 24.07.2016
Morgens total fidel. Auge komplett zu, aber das öffnet sich etwa bis zur Hälfte, wenn er etwas rumgelaufen ist. Dick, ja immer noch richtig dick und gerötet ist es. Vom Verhalten her, ist er wieder voll der Alte. Es macht riesen Freude zu sehen, wenn er zufrieden durch die Bude rennt. Hat heute insgesamt mindestens 12 Grashüpfer verschlungen. Carmen war 2x mit ihm im Garten, über 3 Stunden insgesamt (wer macht sowas sonst!?). Hat es sich auf seinem Lieblingsast in 2m Höhe gemütlich gemacht. Das kann dauern (heute 2 Std), daher haben wir schon lange einen Stuhl (für uns) an die Stelle gestellt!
Das Anschnallen gelang ohne einen Mucks, nach der Medizinquälerei ... nicht unbedingt so zu erwarten, also ging super. Ihm wurden 2x homeopathische Augentropfen verabreicht.
Gegen 19 Uhr dann nochmal ordentlich Hüfper und Obst bekommen, wog gegen Mittag 240 Gramm.
Er ködelt irgendwie mehr als sonst, das Zeugs ist aber fest, und stinkt nicht. Soll er doch Ködeln so viel er mag!

Montag 25.07.2016
Morgens sitzt er schon vor seinem Häuschen und sucht sich aus dem Gourmeleckerlieteller (Kirsche bis grüne Haselnuss) ein Happen nach dem anderen raus. Er war noch am Brei und der Tränke, jetzt wieder ins Haus. Völlig normal. Bleibt von 8-13 Uhr allein.
Mittags total fidel, Auge halb auf. Wiegt 235 Gramm (-5g). Bis auf das Auge, was minimal besser aussieht (vielleicht gewöhnen wir uns auch daran!?) ... alles ganz normal. Ruschelt in all seinen Vergnügungsecken rum, besonders auf dem Krokodil, zwängt sich wieder durch das Teddyhemd.
An Stellen, wo er sonst kräftig nagt, wird nur verhalten geknabbert – das wird doch noch ganz deutlich, daß nicht alles wieder normal ist.
Das Tröpfeln der Antibiotka-Augentrofpen erfolgt erstmalig (Dexamytrex, 3 x täglich ins Auge tropfen) ins Auge klappt erstaunlich gut. Jiffelt gegen 14 Uhr an Tür .... Gurtzeug ist drum ohne einen Mucks, nu gehts raus! An der Tür, boaaah waaaaam, da hält er inne. Bei warm ist er immer etwas träge. Raus oder nicht ... doch raus: Wie lange? 3,5 Stunden. Hat gefühlte 20 Hüfper gefressen.

Dienstag 26.07.2016
Morgens eine Stunde mit ihm gespielt, wie immer. Auge sieht mit gutem Willen etwas besser aus. Ausgang 2x im Garten ... ganz normal.
Abends sofort rausgekommen, hat dann wie immer sein Schoki bekommen :)

Mittwoch 27.07.2016
Verhalten komplett normal. Ausser .... hartes Nagen wird versucht, aber nur leicht und kurz fortgesetzt .... und eben dickes Auge. Gewicht Mittags: 239 Gramm. Hatte natürlich wieder Ausgang.

Donnerstag 28.07.2016
Wiegt gegen Mittag 242 Gramm. Superfidel! Obwohl hellwach, hat er auf dem Krokodil einmal richtig gegähnt, das haben wir so deutlich mit aufgerissener Schnute noch nie gesehen. Der Kiefer scheint schmerzfrei weit! beweglich zu sein, auch bei maximalem Öffnungswinkel. Krömi war sogar einmal etwas garstig – beim Nußgeben – kommt vor ... .
Gegen 21 Uhr beim Schokigeben ... Auge komplett zu(gekniffen?) warum?, das andere ganz auf. Sah aber gar nicht verklebt aus ... ?

Freitag 29.07.2016
Auge ist morgens wieder auf! Sorge bleibt trotzdem. Fidel wie eh und jeh, das morgentliche Ruscheln auf dem Kroko wird immer zum Auge-Träufeln genutzt.
Im Käfig dann ein permanentes Herumturnen solange man sich im Raum aufhält, völlig normal. Ebenso die halbstündigen Rückzieher ins Häuschen.
Wiegt gegen Mittag 244 Gramm. Ist richtig gut drauf!!! Auffällig, wie immer nach den Augentropfen: Das Auge ist kurz nach der Tropfengabe milchig rund herum – also ist auch wirklich etwas „Medizin“ da reingekommen.
„Wenn wir nichts gefunden haben, heißt das nicht das da nicht doch was drin sein könnte“ bezogen auf Backe und Auge – Aussage richtig, nicht zu vergessen.
Beim Rumtoben heute draussen .. hat er wieder die gewohnten heißen Füße! Eine grüne Nuß selber geknackt, auch mal wieder härter genagt. Wird es Herbst -> versteckt schon wieder Nüsse im Rasen!?
Zum Nachtleckerlie eben ... war das Auge Anfangs noch zu, dann nach Kirsche + Schoki wieder etwas auf. Wahrscheinlich verklebt es einfach beim Schlafen.

Sonnabend 30.07.2016
... alles super, manche Fotos von heute sind so, daß man kaum glauben mag was er durchmachen mußte. Die ersten Haare an der rasierten Stelle sind zu erkennen.
Morgens 239 Gramm.

Sonntag 31.07.2016
... man hört Krömi schon um halb acht im Rad laufen. Sonntag vor drei Wochen ging es mit ihm zum Notdienst!

... Fortsetzung könnten wir noch reinfügen ...

Wir werden wieder ganz genau auf eine Verschlechterung achten müssen!!!|addpics|bcp-1-b7b5.jpg-invaddpicsinvv,bcp-3-028f.jpg-invaddpicsinvv,bcp-4-230b.jpg-invaddpicsinvv,bcp-5-6e55.jpg-invaddpicsinvv|/addpics|

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#5

RE: Krömi hat ein tränendes Auge

in Krankheiten und Verletzungen 20.10.2016 16:08
von Tarzan&Jane | 2.895 Beiträge

Wow!!!!!! Carmen und Martin, das ist ja wirklich toll gemacht, euer Tagebuch!

Mit jedem Wort spürt man die Liebe und Verbundenheit mit eurem Krömi - ein besseres Zuhause kann er einfach nicht haben - großes Kompliment! Daher hat er auch so ein tolles Vertrauen zu euch gefasst! Echt ein süßer Puschel, zum Verlieben!

Es wurde schon so viel gemacht, die Ratlosigkeit kann ich sehr gut verstehen. Das Mädchen hat sicherlich nichts damit zu tun, das ist Zufall.

Ich hatte ein Baumi das auch über ein Jahr mit diesem Auge zu tun hatte, kam immer wieder. Bei ihm schien es stressbedingt gewesen zu sein, weil er ein ziemlicher Einzelgänger war und es wurde erst besser als er aus der Gruppe genommen wurde. Dieses stressbedingte Auge könnte vielleicht mit noch immer anhaltenden Schmerzen zusammenhängen, auch wenn er schon wieder Nüsse knackt.

Betreffend Eiterherd oder so wurde ja geschaut, könnte ihm eventuell trotzdem eine Grasgrane in den Tränenkanal und/oder Backe gekommen sein? Die sind ja sogar bei den Hunden echt heimtückisch. Eine einzige Idee wäre mir noch gekommen, kann es sein dass er sich das Kiefer verschoben hat, der Biss nicht richtig sitzt? Ob da allerdings das Auge auch in Mitleidenschaft gezogen werden würde, weiß ich nicht, vielleicht durch den Schmerz. Betreffend Zugluft wird sich ja auch nichts geändert haben, vielleicht neuerdings undichtes Fenster, Klimaanlage, ... (hätte aber nichts mit der Backe zu tun)? Seufz

Das ist leider fürs Erste alles - geht mir aber ganz sicher nicht mehr aus dem Sinn, ich bleibe dran.

Alles Liebe euch und dem Süßen!


P.S. Krömi zieht schon seinen Wintermantel an


zuletzt bearbeitet 20.10.2016 16:11 | nach oben springen





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