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#1

Verletztes Streifenhörnchen aus freier Wildbahn

in Krankheiten und Verletzungen 15.02.2017 16:00
von Elena Birk | 2 Beiträge

Hallo alle zusammen,

ich hab mich grade erst angemeldet und hoffe,
dass mir hier evtl jemand mit Informationen aushelfen kann.
Ich bin derzeit für längere Zeit in Indien,
vor 3 Tagen wurde hier auf dem Campus auf dem ich lebe ein Streifenhörnchen von einem der Hunde erwischt.
Nunja, es ist noch so davongekommen, war aber wohl auch nichtmehr so ganz fit.
Derzeit lebt es in einem Karton mit Stoff in meinem Vorzimmer.
Größere Verletzungen sind keine erkennbar, so ganz flink und fit scheint es jedoch auch nicht zu sein.
Es frisst nichts eigenständig was man ihm anbietet ( Banane, Nüsse)
Nimmt jedoch Bananenbrei aus der Spritze die ich bisher mit 2ml 3-4 mal am Tag aufziehe.
Es scheint auch noch recht klein zu sein,
passt ohne den Schwanz problemlos in meine Handfläche und ich habe recht kleine Hände.
Ich habe jetzt noch die Hoffnung, dass es die nächsten Tage anfängt eigenständig zu fressen und fitter zu werden und ich es dann wieder hier in die Bäume entlassen kann.
Hat irgendjemand vielleicht Ideen zur Nahrung oder wie ich die Situation sonst besser gestalten könnte ?
Leider sind die Möglichkeiten hier in einem kleinen indischen Dorf sehr begrenzt.

Liebe Grüße
Elena

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#2

RE: Verletztes Streifenhörnchen aus freier Wildbahn

in Krankheiten und Verletzungen 15.02.2017 21:25
von Tarzan&Jane | 2.896 Beiträge

Servus Elena!

Herzlich Willkommen!

Ich muss schon sagen, aus Indien hatten wir noch nie Kontakt - super!

Meinst du, dass du ein Foto des Tierchen schicken könntest, damit wir schauen können WELCHES Streifenhörnchen es ist? Eventuell ein Palmhörnchen? (dunkelbrauner Rücken mit 2 sandfarbenen dünneren Streifen, erwachsenes Tierchen ca. Körperlänge von 15 cm zuzüglich Schwanz)

Wikipedia:
Es ist tagaktiv und lebt vor allem in Bäumen, kommt selten jedoch auch auf den Boden.Die Tiere ernähren sich von Früchten, Nüssen, Knospen, Sprossen, Rinden, Nektar und Insekten. Im Point Calimere Wildlife Sanctuary in Tamil Nadu nutzen die Tiere mehr als 50 verschiedene Pflanzen und ernähren sich unter anderem auch vom Nektar des Kapokbaums (Ceiba pentandra), womit sie eventuell die Bestäubung der Bäume unterstützen. Bei der Nahrungssuche untersuchen sie die Rinden von Bäumen, wahrscheinlich auf der Suche nach Insekten.

Die Nester werden auf Ästen gebaut, sie sind rund und ähneln Vogelnestern. Die Kommunikation erfolgt über hohe Pfeiftöne, die Vogelgesang ähneln und etwas dunkler als die des Nördlichen Palmenhörnchens sind. Zu den Hauptfressfeinden gehört der Bengalenuhu (Bubo bengalensis).


Ich hoffe sehr, dass das Tierchen von dem Hundebiss keine inneren Verletzungen hat. Toll dass du es mit Brei aufpäppelst."Kann es schon selbständig "kacken" weil du meintest dass es noch so jung zu sein scheint? Handaufzucht - hier ist beschrieben wie ein Baby versorgt werden müsste!
Wenn es schon selbständig Brei futtern kann, könntest du geriebene Nüsse einrühren, geben Energie. Hast vielleicht sogar Honig zur Verfügung, ein Tropfen in den den Brei kann Entzündungen hemmen und in dieser Situation stärken.

Soetwas wie einen Vogelkäfig findest du wahrscheinlich nirgens, damit es etwas Licht bekommt? Denn im Dunklen sind sie im "Schlafmodus", von Haus aus ruhiger. Allerdings wenn es sich noch schonen soll ....

LEIDER - ich kann dir nicht mehr weiterhelfen, weil ich mich nicht wirklich in deine "Wohnsituation" bzw wie es dort ist, wo du bist, hineinversetzen kann. Normaler Weise hätte ich gesagt dass du das Tierchen dem Tierarzt vorstellen sollst - ist hier wahrscheinlich fehl am Platz.


Würde mich freuen, wenn du uns mal erzählen könntest wie es weiter geht.
Alles Liebe und ich drücke dem Tierchen ganz fest die Daumen!
Birgit


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#3

RE: Verletztes Streifenhörnchen aus freier Wildbahn

in Krankheiten und Verletzungen 17.02.2017 12:46
von Elena Birk | 2 Beiträge

Hallo Birgit,

Ich danke dir für die schnelle Antwort.
Das Hörnchen wird wie es aussieht nach und nach fitter,
nimmt nach wie vor sehr gerne den Bananenbrei ( ich habe auch das mit dem bisschen Honig versucht, das mag es sehr )
Selbstständig Kot absetzen ist auch kein Problem.
Die Frage ist nur wann fängt es wohl an etwas anderes als Brei zu fressen.

Ich schicke gleich mal ein paar Bilder mit und hoffe das bringt vielleicht etwas mehr Klarheit über alles.
Aber du hast schon ganz richtig erkannt, dass die Möglichkeiten hier doch sehr begrenzt sind
BIsher sieht es auch ganz danach aus als würde sich das Hörnchen durch das regelmäßige Futter schon ganz gut erholen.
Die Frage ist nur ob die Chance besteht, dass es wieder ganz selbstständig wird.
Leider ist meine 6-monatige Zeit in Indien in einer Woche vorbei.
Es gäbe zwar evtl jemanden der das Hörnchen eine kleine Zeit weiterversorgen könnte aber wohl auch nicht für immer
Ich denke vorerst bleibt es wohl im Karton und ich sehe die nächsten Tage welche Lösung es gibt wenn ich abreisen muss.


( Ich glaube das mit dem Palmhörnchen könnte ganz gut hinkommen ? )

Mir ist natürlich klar, dass ihr mir da nur begrenzt weiterhelfen könnt aber ich bin um ein bisschen Wissen und emotionale Unterstützung schon sehr froh !

Liebe Grüße
Elena

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zuletzt bearbeitet 17.02.2017 12:58 | nach oben springen

#4

RE: Verletztes Streifenhörnchen aus freier Wildbahn

in Krankheiten und Verletzungen 17.02.2017 14:08
von Tarzan&Jane | 2.896 Beiträge

Grüß dich Elena!

Danke für die Bilder - ist ja echt entzückend! So wie ich es sehe, könnte es sich doch ausgehen, dass es noch vor deiner Abreise selbständig frisst. Probier es jeden Tag bevor zu ihr den Brei einflößt!

Bei meinen chin. Baumstreifenhörnchen kommen sie mit ca. 4 Wochen aus dem Nest und ab diesem Zeitpunkt fressen sie mit Mama mit und werden nur mehr ab und zu gesäugt. Wenn ich mir das Kleine so ansehe, könnte es jetzt in diesem Alter sein. Harte Nussschalen knacken geht noch nicht aber weiches Futter bzw. geöffnete Nüsse müsste schön langsam gehen. Hast du dir mal die Zähnchen angesehen? Ich denke, dass auch Palmhörnchen wie alle Babys den Drang haben an allem zu knappern. Leg ihm vielleicht von den Bäumen wo sie darauf klettern Rindenstückchen, Strung vom Palmwedel hin. Hast du vielleicht dort Kokosnüsse? Auch hieran (Fleisch) kann es knappern lernen, zudem hilft Kokos gegen Parasiten.
Da du es bald auswildern musst gestalte die Schachtel ein bisserl mit Bodengrund von außen, es muss die Gerüche und das Gefühl auf den Pfoten kennen lernen wenn es draußen auch überleben soll. Lass auch Bananenstückchen in Schale bei ihm, Blüten usw.

Auch wenn du dich nach 6 Monaten auf zuhause freust, ist dein Herz jetzt sicherlich schwer. Ich glaube, dass es mit dem Tierchen gut gehen kann! Beim Auswildern bring es dort hin wo du es gefunden hast. Wäre vielleicht auch gut, wenn du ab jetzt, wenn du es angreifen musst, vorher die Hände an der Bodengrund-Einstreu oder Rinde abreibst, damit das Tierchen nicht mehr total nach Mensch riecht.

Das sind nun einfach meine Gedanken, die ich dir da aufschreiben konnte - Elena, ich glaube ihr beide schafft das, hör auf dein Bauchgefühl!

Also toi toi toi euch beiden!
Alles Liebe
Birgit


PS Wäre nett wenn du uns dann noch berichtest wie es bis zu deiner Abreise gelaufen ist.


Dieser Züchter bietet oder bot mal palmhörnchen an, vielleicht kann er dir weiterhelfen!

http://www.streifenhoernchen-butzek.de/palm.htm mail : mab@streifenhoernchen-butzek.de


zuletzt bearbeitet 17.02.2017 14:15 | nach oben springen

#5

RE: Verletztes Streifenhörnchen aus freier Wildbahn

in Krankheiten und Verletzungen 17.02.2017 19:26
von Jumpy | 1.229 Beiträge

Hallo Elena

Oh, ist das kleine süss.
Birgit hat dir da schon gute Tipps gegeben.
Ich hoffe dir gelingt es auszuwildern, bevor du nach Hause gehen musst.
Vielleicht würde ich es ein, zwei Tage vorher versuchen, dann könntest du ihm noch etwas zu fressen bringen. Das es vielleicht die ersten Tage etwas hat oder selber verstecken kann. Ist zwar noch recht klein, aber wie Birgit sagt könnte es klappen.

Das habe ich auf die schnelle im Internet gefunden, was du aber bestimmt schon weisst.

Die Tiere ernähren sich von Früchten, Nüssen, Knospen, Sprossen, Rinden, Nektar und Insekten. Im Point Calimere Wildlife Sanctuary in Tamil Nadu nutzen die Tiere mehr als 50 verschiedene Pflanzen und ernähren sich unter anderem auch vom Nektar des Kapokbaums (Ceiba pentandra), womit sie eventuell die Bestäubung der Bäume unterstützen. Bei der Nahrungssuche untersuchen sie die Rinden von Bäumen, wahrscheinlich auf der Suche nach Insekten.

Ich drücke euch ganz fest den Daumen.


Grüessli Elvira

www.elnigo.jimdo.com
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