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Vererbungslehre Johann Mendel - Teil 5 - Die Unabhängigkeitsregel - Tafel E

in Paarung, Zucht & Aufzucht 09.07.2010 20:21
von streififreunde | 1.728 Beiträge

Unabhängigkeitsregel/ Neukombinationsregel

Mendel untersuchte nicht nur den Erbgang eines Merkmals, also die Blütenfarbe der Erbsen, sondern auch noch sechs an weitere. Dadurch wollte er herausfinden, ob die Erbanlagen einer Rasse mit all ihren Ausprägungen (Grösse, Farbe, Proportionen im Wuchs etc.) eine Einheit bilden oder ob sie auf verschiedenen, einzelnen Genen liegen und somit frei kombinierbar sind.

Deshalb kreuzte Mendel Pflanzen, die sich in mehreren Merkmalen voneinander unterschieden. Er fand heraus, dass die Merkmale sich frei mischten und keine Einheit bildeten. Die Nachkommen einer roten, grossen Pflanze mit einer weissen, kleinen Pflanze, konnten also sowohl rot und klein, als auch weiss und gross werden. Diese Kombinierbarkeit ist jedoch nur dann möglich, wenn die Merkmale auf verschiedenen Chromosomen liegen, was bei der Erbse der Fall war. Die phänotypischen Ausprägungen spalten sich hierbei in einem jeweils speziellen Verhältnis auf (9:3:3:1).

Die Unabhängigkeitsregel beschreibt das Vererbungsverhalten von zwei Merkmalen (z. B. Schwanzlänge & Haarfarbe) bei der Kreuzung reinerbiger Individuen und deren Nachkommen. Beide Merkmale werden unabhängig (daher der Name der Regel) voneinander vererbt, wobei ab der F2-Generation (Enkel) neue, reinerbige Kombinationen auftreten. Bei Züchtungen von Tieren können folgende phänotypische Merkmale eine Rolle spielen: Grösse, Farbe, Fellzeichnungen, Schwanzlänge, Körpertypen, Ohren, Augen usw.





Anmerkung: Ich habe in diesem Beispiel grössere und kleinere Streifenhörnchen verwendet, obwohl dies in der Praxis in der Regel nicht relevant ist (ausser bei Inzestdepression). Ich habe mich für diese Variante entschieden, weil die Unabhängigkeitsregel so optisch gut dargestellt werden kann

Die Unabhängigkeitsregel beschreibt also das Vererbungsverhalten von zwei dominant-rezessiven Merkmalen (z. B. Farbe und Grösse), durch die Kreuzung zweier reinerbiger Individuen und deren Nachkommen. Beide Merkmale werden unabhängig voneinander vererbt.

In der F1- Generation werden die entsprechenden Merkmale dominant und gleich vererbt (Uniformitätsregel). Das heisst alle Jungtiere sind mischerbig naturfarben & mischerbig gross (Bx Gg).

Bei der F2- Generation spalten sich die phänotypischen Merkmale nach der Spaltungsregel (9:3:3:1) auf. Das heisst statistisch gesehen gibt es:

• 9 naturfarbene, grosse Hörnchen
• 3 weisse, grosse Hörnchen
• 3 naturfarbene, kleine Hörnchen
• 1 weisses, kleines Hörnchen

In Bezug auf den Genotyp ergeben sich in der F2- Generation folgende Allel- Kombinationen (1:1:2:2:4:2:2:1:1):

1 ist reinerbig naturfarben & reinerbig gross = BB GG
• 1 ist reinerbig naturfarben & reinerbig klein = BB gg, wie der Vater der F1- Generation
• 2 sind reinerbig naturfarben & mischerbig gross = BB Gg
• 2 sind mischerbig naturfarben & reinerbig gross = Bx GG
• 4 sind mischerbig naturfarben & mischerbig gross = Bx Gg, wie ihre Eltern
• 2 sind reinerbig weiss & mischerbig gross = xx Bg
• 2 sind mischerbig weiss & reinerbig klein = Bx gg
• 1 ist reinerbig weiss & reinerbig gross = xx GG, wie die Mutter der F1- Generation
1 ist reinerbig weiss & reinerbig klein = xx gg

Das bedeutet, dass in der F2- Generation statistisch gesehen, zwei neuartige reinerbige Allel-Kombinationen auftreten (rot hervorgehoben)

Liebe Grüsse
Layla & Micha

Text, Tabellen und Fotos Copyright by Michael Hemmi und Layla B.


Liebe Grüsse
Layla


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zuletzt bearbeitet 18.07.2010 14:42 | nach oben springen





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